Angststörungen: Was ist das?

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Ängste sind unter normalen Umständen natürlich ein fester Bestandteil des Lebens eines Menschen. Jedoch gibt es auch Fälle, in denen Ängste außer Kontrolle geraten und sich zu Angststörungen entwickeln. 

Menschen, die unter Angststörungen leiden, sollten unbedingt kompetente Hilfe in Anspruch nehmen, beispielsweise durch die Psychotherapie in Bonn. Was unter Angst und Angststörungen im Detail zu verstehen ist, erklärt der folgende Beitrag.

Die Angst – Ein Urgefühl des Menschen 

Bei der Angst handelt es sich um einen Urinstinkt des Menschen, welcher die Rettung in lebensbedrohlichen Situationen darstellen kann. Die Emotion ist schließlich eine große Hilfe, um Gefahren zu identifizieren und entsprechend auf sie zu reagieren. Angst führt zu erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht. Außerdem setzt sie die nötigen Energien frei, um Herausforderungen anzunehmen, entschlossen zu handeln oder Schutzmaßnahmen einzuleiten. 

Die Vorfahren der Menschen reagierten mit Angriff oder Flucht auf akute Bedrohungen. Die Körperreaktionen, welche durch die Angst ausgelöst werden, sind dabei äußerst hilfreich: Es kommt zu einer Anspannung der Muskulatur, einem beschleunigten Herzschlag und der Ausschüttung von Stresshormonen. Geist und Körper zeigen eine hohe Konzentration und Leistungsbereitschaft. Nach der akuten Stressphase lassen diese Erscheinungen nach und es stellt sich wieder ein entspannter Zustand ein. 

Ab wann handelt es sich um Angststörungen?

In ihrem Alltag werden Menschen dauernd mit Situationen konfrontiert, die zu Ängsten führen können, ob es Sorgen um geliebte Menschen, Probleme am Arbeitsplatz oder Krankheiten sind. Durch schwere Krankheiten und Lebenskrisen werden häufig Ängste ausgelöst, die durchaus berechtigt sind. Diese können auch für eine kurze Zeit überhandnehmen, führen jedoch in der Regel nach einer gewissen Zeit der Lähmung zu entsprechenden Bewältigungshandlungen. 

Falls die Gefühlswelt jedoch anhaltend und kontinuierlich durch Ängste belastet wird, der Alltag von diesen beherrscht und die Handlungsfähigkeit maßgeblich beeinträchtigt wird, könnte es sich bereits um eine handfeste Angststörung handeln. Krankhafte Ängste können dabei in alltäglichen Lebenssituationen auftreten und zu Blockaden führen. 

Das persönliche Angstniveau gestaltet sich jedoch bei allen Menschen grundsätzlich sehr verschieden. So können sowohl deutlich körperliche Beschwerden bei heftigen Angstwellen als auch lediglich mulmige Gefühle auftauchen. 

So äußern sich Angststörungen

Menschen, die Flugangst oder Angst vor dem Zahnarzt verspüren, verknüpfen ihre Gefühle mit konkreten Situationen. Dabei können auch Menschen von solchen Ängsten betroffen sein, die ihr Leben ansonsten sehr selbstbewusst und mutig meistern. Derartige Ängste sind zwar unangenehm und können in einigen Bereichen des Lebens Hindernisse bedeuten, allerdings lassen diese sich durch gezielte Maßnahmen in der Regel gut bewältigen. Dennoch können auch diese Gefühle einen Bestandteil einer tiefliegenden Angststörung darstellen. Es ist daher nicht immer einfach, zu unterscheiden, ob es sich um normale Angstgefühle oder eine Angststörung handelt. 

Es treten auch Angstgefühle auf, welche die Betroffenen nicht eindeutig zuordnen können. So wird bei verschiedenen Stress-Situationen oder Herausforderungen ängstlich reagiert. In den meisten Fällen gehen die Angststörungen mit körperlichen Erscheinungen einher, wie Übelkeit, Atemnot, Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Schwindel oder einem Engegefühl im Brustbereich. 

Die am häufigsten vorkommenden Typen der Angststörungen sind Panikstörungen, also Angstanfälle, die sehr plötzlich auftreten, Platzangst, soziale und spezifische Phobien sowie generalisierte Angststörungen, die sich in anhaltenden Sorgen und Ängsten äußern, die Nervosität, innere Unruhe und Anspannung auslösen.

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