Sägen: Die Unterschiede einfach erklärt

Urheber : sima @123rf.de

Sägen sind ein uraltes Werkzeug um Holz oder andere harte Materialien wie Metall aufzutrennen. Die ältesten Sägen stammen aus der Steinzeit – also ließen sich Menschen schon sehr früh etwas einfallen, wie sie Material für die eigenen Zwecke zuschneiden konnten. Wirkliche Sägen, wie wir sie heute kennen, entstanden dann in der griechisch-römischen Antike aus Eisen. Seitdem haben sich Handsägen gar nicht mehr groß verändert. Eine Säge aus dieser Zeit sieht heutigen so ähnlich, dass man sich über die Zeitangabe einer solchen Säge in einem archäologischen Museum wundern kann.

Heute gibt es zwei Gruppen von Sägen: Handsägen und maschinelle Sägen. Während fast alle Handsägen gleichaufgebaut sind, gibt es drei verschiedene Maschinensägenvarianten: Die Kreissäge, die Bandsäge und eine Bügelsäge. Werkzeuge und Ratgeber hierzu gibt es beispielsweise auf handwerkszeug.net.

Was für Materialien lassen sich mit Sägen bearbeiten?

Jedes Material, das zu hart zum Schneiden ist, muss Gesägt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Holz, Metall und Stein. Der Unterschied zum Schneiden ist, dass beim Sägen Material des Werkstücks verloren geht. Beim Schneiden wird das Werkstück einfach nur getrennt. Genau genommen wird beim Sägen dagegen Material in Form von Spänen und Sägemehl abgetragen. Das heißt, die Größe des Werkstücks wird durch jeden Sägeschnitt um die Breite des Sägeblatts verkleinert.

Kreis- und Bandsägen

Bei maschinellen Sägen wird am häufigsten die Kreissäge eingesetzt – entweder in Form einer Tischkreissäge oder einer Blattsäge. Bei einer Tischkreissäge ist das kreisrunde Sägeblatt in einen unterschiedlichen Tisch eingelassen und kann je nach Bedarf und Säge weiter oben oder unten eingestellt und zur Seite geneigt werden. Genau wie bei einer Bandsäge, bewegt sich die Säge immer nur in eine Richtung.

Kreis- und Bandsägen arbeiten in der Regel mit einem absteigenden Sägeschnitt. Dadurch wird das Werkstück durch die Säge immer in Richtung Sägetisch gedrückt, oder, im Fall einer freihändig geführten Kreissäge, wird die Auflage des Werkzeugs auf das Werkstück gezogen. Dadurch muss der Handwerker, der die Säge benutzt nicht gegen die Kraft der Säge drücken. Dabei muss beachtet werden, dass das Material auf der Unterseite durch die Säge ausreißt. Das heißt, die „gute“ Seite muss oben liegen.

Hub- und Bügelsägen

Während am meisten wahrscheinlich mit der Kreissäge gearbeitet wird, ist die Stichsäge vor allem da sehr oft anzutreffen, wo eine maschinelle Säge unterwegs benutzt werden muss. Die Stichsäge ist klein und handlich und kann daher einfach mitgenommen werden und überall da genutzt werden, wo eine Steckdose vorhanden ist. Denn die meisten Stichsägen werden mit Strom betrieben.

Vom Prinzip her handelt es sich bei einer Stichsäge um eine Hubsäge. Diese und Bügelsägen arbeiten beide nach demselben Prinzip wie eine Handsäge. Anders als bei einer Kreissäge oder einer Bandsäge mit umlaufendem Sägeblatt, entfällt auf jeden Schneidhub ein Leerhub, bei dem kein Material abgetragen wird. Das ist nötig, weil das Sägeblatt nicht endlos lang ist. Das Sägeblatt wird daher, entweder von Hand oder dem Maschinenantrieb, hin- und hergeführt. Hierdurch verlängert sich die Bearbeitungszeit des Werkstücks natürlich deutlich. Wenn man ein besonders wertvolles Material bearbeiten möchtet, lohnt sich der Einsatz einer solchen Hubsäge, da mit dieser sehr wenig Material verloren geht.

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