Die Bedeutung der Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf

Foto: © Gorodenkoff/ adobe.com

Die Käufer der Immobilie sollten aufpassen, denn mit dem reinen Kaufpreis ist es in aller Regel nicht abgetan. Dazu kommen Nebenkosten wie Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Notar- und Gerichtskosten, welche ungefähr zehn Prozent der Summe ausmachen können sowie Ausgaben für die Renovierung je nach Zustand der Immobilie. So sind die Nebenkosten sind in den vergangenen Jahren gestiegen, da nahezu alle Bundesländer die Grunderwerbsteuer erhöht hatten.
Die Käufer sollten prüfen, ob sie genug Eigenkapital besitzen, um die Immobilie zu kaufen. Etwa 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises und die sollten diese aufweisen. Je mehr Kapital vorhanden ist, desto besser, denn vor allem die Zinsen werden in diesem Fall niedriger. Ohne eigenes Kapital kommen die Käufer nur aus, wenn das Einkommen wirklich stabil und gut ist. Die Erwerbsnebenkosten sollten diese keinesfalls durch einen Kredit finanzieren.
In Hamburg müssen zum Beispiel zusätzlich mit etwa 6,2 Prozent Erwerbsnebenkosten gerechnet werden. Hiervon sind 4,5 Prozent für die Grunderwerbssteuer zu zahlen und 1,7 Prozent für den Grundbucheintrag und den Notar. In den weiteren Bundesländern liegt die Grunderwerbssteuer noch höher. Wenn die Käufer neues Zuhause über den Immobilienmakler Rodgau gefunden haben, müssen diese zudem eine ortsübliche Provision mitsamt der Mehrwertsteuer aufbringen. Diese Courtage zwischen 3,5 und 7 Prozent liegen.
Die Kaufnebenkosten sind damit sämtliche Kosten, welche zum reinen Kaufpreis des Objektes dazu kommen. Hierunter fallen verschiedene Steuern und Gebühren, so zum Beispiel das Entgelt für den Notar, Gebühren für eine Umschreibung im Grundbuch, die Grunderwerbsteuer und die Provision für den Makler. Diese Posten gehören zu den altbewährten Nebenkosten und betragen immer einen definierten Prozentsatz des Kaufpreises.

Die Höhe der Kaufnebenkosten wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Daher variiert die je nachdem, ob gebaut oder das Haus gekauft wird, nach dem Kaufpreis sowie nach Bundesland.
Es sollte bedacht werden, dass zum Kaufpreis der Immobilie noch verschiedene andere Kaufnebenkosten dazukommen. Dazu gehören mögliche Sanierungsmaßnahmen, die vorher nicht aus der ermittelten Gesamtsumme ermittelt werden können.

Je nach Bundesland und Objekt fallen nicht unerhebliche Nebenkosten von bis zu 13 Prozent des Gesamtpreises an. Die übliche Höhe der Courtage für den Makler fällt regional verschiedenen hoch aus. Im gesamten deutschen Gebiet gilt allerdings seit einigen Jahren das sogenannte „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Übermittlung von Kaufverträgen über Einfamilienhäuser und Wohnungen“. Dieses neue Gesetz besagt, dass sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision im Normalfall teilen müssen. Für die Käufer bedeutet dies eine Verminderung der Kaufnebenkosten um einige zehntausend Euro.

Die Käufer sollten immer den Markt beobachten. Sie sollten sich möglichst viele Häuser und Wohnungen ansehen, ehe diese sich entscheiden. Nur auf diese Weise können diese ein Gefühl für den korrekten Preis entwickeln und werden schnell feststellen, wo sie wohnen wollen und wo nicht.
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland entscheidet sich bei einer Finanzierung der Immobilie für das Annuitätendarlehen.
Der Vorteil ist, dass diese während der gesamten Sollzinsbindung eine konstante Monatsrate und einen festen Zinssatz haben.
Der Nachteil ist, dass am Ende der Zinsbindungsfrist eventuell eine Restschuld bleibt, für die eine Anschlussfinanzierung gebraucht wird.
Wer am Schluss der Laufzeit schuldenfrei sein möchte, kann ein Volltilgerdarlehen wählen. Damit ist das Darlehen am Ende der Laufzeit mit Sicherheit abbezahlt, allerdings müssen die Schuldner mit einer höheren Belastung pro Monat rechnen.

Es sollte immer eine lange Sollzinsbindung gewählt werden.
Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen, ist es ratsam, wenn sich diese möglichst lange gesichert wird. Es wird empfohlen, eine Sollzinsbindung von wenigstens 15 oder länger zu wählen. Auf diese Weise zahlen die Schuldner über einen langen Zeitraum einen geringen Zinssatz und dies macht die Finanzierung für den Immobilienkauf für lange Zeit zinsgünstig. Innerhalb dieser Jahre können sich die Zinsen jedoch stark ändern und eventuell steigern – dieses sogenannte Zinsänderungsrisiko können die Hausbesitzer mit einer langen Sollzinsbindung aushebeln.

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