Dienstleister: So schützt man sich vor Abzocke

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Kunden, die sich um ihr Geld betrogen fühlen, gibt es viele. Besonders im Fokus stehen Schlüsseldienste, die gerne mehr berechnen, als der Aufwand wirklich rechtfertigt. Aber nicht nur bei diesen Dienstleistern werden Kunden über den Tisch gezogen. Online versuchen zahlreiche unseriöse Geschäftemacher an das Geld von gutgläubigen Kunden zu gelangen.

Telefonmarketing floriert – unseriöse Geschäftemacher und überteuerte Verträge

Mal sind es Zeitungsabos, ein anderes Mal ein lukrativer neuer Stromvertrag, der sich später als Abzocke entlarvt. Täglich erhalten Bürger in Deutschland Anrufe von Call-Centern, deren Mitarbeiter darauf abzielen, Verträge am Telefon abzuschließen. Besonders beliebt sind Lotto- oder Losverkäufer, die satte Gewinne versprechen. Doch so einfach ist das nicht, denn nicht jedes Los gewinnt und ob die sechs Richtigen ausgespielt werden, hängt vom Glück ab.

Kunden sollten grundsätzlich keine Verträge mit persönlichen Daten am Telefon abschließen. Stattdessen hilft die Forderung nach einem schriftlichen Nachweis per E-Mail, um das Angebot zu prüfen. Die Mitarbeiter werden versuchen, sollte es sich um ein unseriöses Angebot handeln, den schriftlichen Nachweis zu umgehen. In dem Fall ist das Telefonat umgehend zu beenden.

Schlüsseldienst – in der Not wird es teuer

Der Ruf der Schlüsseldienste ist kein guter. Nicht jeder Anbieter handelt unseriös und ist selbst von den schwarzen Schafen in der Branche genervt. Denn die professionellen Schlüsseldienste, die sauber abrechnen, werden oft pauschal kritisiert, obwohl sie mit den Machenschaften ihrer Konkurrenten nicht zu tun haben.

Betroffene, die auf einen Schlüsseldienst angewiesen sind, müssen sich vorher nach den Konditionen erkundigen. Eine Vielzahl der Anbieter lockt nicht mit konkreten Beträgen, sondern mit leeren Versprechungen. Sind die Kosten nicht ersichtlich, hilft es beim Telefonat nach den anfallenden Kosten zu fragen. Wer darauf keine spezifische Antwort erhält, kontaktiert einen anderen lokalen Anbieter. Der Schlüsseldienst in Stuttgart informiert Kunden vorab. Jedoch ist immer dabei zu beachten, dass die Auskünfte vom Schlüsseldienst aus Stuttgart auf den Angaben des Kunden basieren. Sind die falsch, kann der Preis nach der erbrachten Dienstleistung von den vorherigen Konditionen abweichen. Dazu kommen unvorhersehbare Schäden. Nicht selten sind die begründet, wenn der Betroffene zuvor selbst versucht, die Tür zu öffnen und sie dadurch beschädigt.

Online einkaufen – Nebenkosten sind oft erst an der virtuellen Kasse ersichtlich

Die Handelsplattformen werben um die Gunst der Kunden. Überall besteht die Gefahr, dass das gewünschte Schnäppchen deutlich teurer wird. So unter anderem bei der Buchung eines Flugs. Viele Anbieter zeigen zunächst nur den Grundtarif an. Dabei handelt es sich in der Regel um die reinen Transportkosten durch ein Flugzeug. Im weiteren Buchungsverlauf kommen Gebühren für den Sitzplatz und dem bevorzugten Einstieg oder Handgepäck hinzu. Wer zudem vor dem Abflug die Frist zum kostenlosen Online-Check-in verpasst, zahlt später drauf.

Bei der Buchung eines Hotelzimmers ist zunächst auch nur der Grundtarif ersichtlich. Gesonderte Leistungen werden häufig direkt vor Ort vom Hotel berechnet. Kunden müssen vorher prüfen, welche Leistungen die Zimmerbuchung beinhaltet. Nur so lässt sich vermeiden, dass das günstige Angebot zu einer Luxusübernachtung wird.

Nebenkosten für die Bezahlung mit der Kreditkarte sind in der heutigen Zeit unverschämt. Sie gibt es aber immer noch und genau darauf ist beim Kauf zu achten. Die Kosten für die Zahlungsmethode werden erst vor dem Bezahlen an der Online-Kasse angezeigt. Um solche Zusatzgebühren zu vermeiden, hilft es, eine andere Zahlungsmethode auszuwählen, die keine weiteren Kosten verursacht.

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