Ein unverzichtbarer Klassiker der Vorweihnachtszeit – Der Adventskalender

Foto: © Von www.push2hit.de@adobe.com

Nicht nur Kinder versüßen sich die vorweihnachtliche Zeit mit einem täglichen Geschenk, auch Erwachsene lieben den Adbentskalender. Er verkürzt nicht nur die Wartezeit auf das Christkind, sondern sorgt auch täglich für eine schöne Überraschung. Die große Vielfalt an Adventskalender für Klein und Groß ist schier unüberschaubar. Vom klassischen Schokoladenkalender oder einem schönen Nostalgie Adventskalender, über solche mit Spielzeugen, Make up für die Größeren oder sogar Adventskalender für Hund und Katze. Doch woher kommt diese schöne Tradition, mit der wir uns die Weihnachtszeit verschönern?


Eine Historie des Adventskalenders


Die Tradition des Kalenders mit 24 kleinen Überraschungen bis zum Heiligen Abend geht bereits auf das 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war der Adventskalender tatsächlich eine Hilfe, um die Zeit bis zum Weihnachtsfest zählen zu können. Mit 24 schönen Bildchen oder anderen Varianten, die Zeit sichtbar zu machen, konnten insbesondere die jungen Familienmitglieder besser verstehen, wie lange es noch bis zur Heiligen Nacht hin ist. Diese Zeit nutzte man zur täglichen Adventsandacht, bei der die gesamte Familie zusammenkam und sich auf die vorweihnachtliche Zeit besann. Hier wurde gemeinsam gesungen und gebetet und die festliche Zeit besonders hervorgehoben.

Während einige Familien, meist die mit besseren finanziellen Möglichkeiten, kleine Bildchen aufhängten, bei denen Tag für Tag eines abgenommen wurde, mussten andere Familien auf Kreide zurückgreifen. Bei dieser Variante wurden 24 Kreidestriche auf die Wand oder einen Schrank gemalt, die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen und konnten so die Vorfreude auf das Fest der Feste steigern.

Aufzeichnungen besagen, dass die ersten Adventskalender ihren Ursprung in Deutschland hatten. Bereits um 1840 nutzten Menschen die Möglichkeit, die Vorweihnachtszeit mit der täglichen Andacht zu feiern und die Tage bis zum 24. Dezember besonders zu feiern.


Weitere Varianten des frühen Adventskalenders


In Gemeinden, die eher katholisch geprägt waren, wurden durchaus auch andere Bräuche genutzt, die die Vorweihnachtszeit verkürzen sollten. In Klosterschulen nutzte man eine Tradition, die den braven Kindern, die durch gute Taten geglänzt hatten, die Gelegenheit gab, einen Strohhalm in die weihnachtliche Krippe zu legen, damit dort das Jesuskind schön weich in der Krippe liegen konnte. Jeden Tag wurde die Krippe durch einen Halm ergänzt, sodass die religiöse Szenerie am Heiligen Abend komplettiert war. In Klosterschulen wird diese schöne Tradition auch heute noch durchgeführt.

Schriftsteller Thomas Mann beschrieb in seinem epischen Werk Buddenbrooks von 1901 einen Adventskalender in Abreißform, den die Kinderfrau mit dem Nachwuchs des Hauses selbst gemacht hatte. Die Kinderaugen leuchteten, so beschreibt es der Schriftsteller, als jeden Tag ein buntes Bildchen zum Vorschein kam.


Der Adventskalender in anderen Ländern


Auch in anderen Ländern hat der Adventskalender mittlerweile eine lange Tradition. So gab es um die Jahrhundertwende in Österreich die sogenannte Himmelsleiter. Hier steigt das Christkind Tag für Tag von der Himmelsleiter hinab und symbolisiert so das auf die Erde kommen des Christkinds.

Im skandinavischen Raum zündete man schon früher jeden Tag eine Kerze an, die in 24 Teile unterteilt war und die die vergehende Vorweihnachtszeit darstellte. So konnten Kinder und Erwachsene jeden Tag sehen, wie die Weihnachtszeit weiter voranschreitet und das Weihnachtsfest sich immer mehr nähert.


Adventskalender heute


Das Angebot ist riesig, wenn es auf die Weihnachtszeit zugeht. Immer umfangreicher werden die Adventskalender, die Kindern sowie Erwachsenen gleichermaßen die Zeit auf das Fest verkürzen. Die Beliebtheit steigt immer mehr, auch der Nostalgie Adventskalender wird immer größer. Klassische Bilder sorgen besonders bei Erwachsenen für eine schöne vorweihnachtliche Zeit.

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