Grundlagen der Produktfotografie

Foto: © Evgeniy Skripnichenko /@123rf.com

Dieser Artikel befasst sich mit den Grundlagen der Produktfotografie. Folgende Ausrüstungsgegenstände werden für die Produktfotografie benötigt:

  • Eine Kamera mit einem Objektiv
  • Ein Stativ, welches Kamera und Objektiv trägt
  • Ein Lichtzelt, um eine korrekte, gleichmäßige Ausleuchtung der Produkte zu garantieren
  • Einen Schwenkmotor für die Kamera und einen Drehtisch, auf dem das Produkt fotografiert werden kann
  • Einen weißen Hintergrund

Der richtige Aufbau

Stehen diese Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, kann es direkt losgehen. Der Aufbau ist relativ simpel und mit wenigen Handgriffen zu bewerkstelligen. Die Kamera wird mit dem Objektiv am Schwenkmotor befestigt, welcher wiederum auf das Stativ montiert wird. Das zu fotografierende Produkt wird auf dem Drehtisch positioniert und der ideale Abstand zwischen Produkt und Kamera herausgefunden. Anschließend wird das Lichtzelt aufgestellt und die Leuchten so ausgerichtet, dass sie in einem 45-Grad-Winkel von beiden Seiten her auf den Drehtisch mit dem Produkt leuchten.

Die richtigen Kameraeinstellungen

Sind die Rahmenbedingungen gegeben und das Setup vollständig aufgebaut, muss natürlich auch die Kamera noch richtig eingestellt werden. Bei der Produktfotografie ist es wichtig, die Blende nicht allzu weit zu öffnen, um einen großen Schärfebereich zu erhalten. Eine Blende von f/11 bis f/16 ist hierfür ideal. Je größer das Produkt, desto weiter sollte die Blende geschlossen werden.

Die Belichtungszeit kann individuell angepasst werden, je nachdem, wie lange belichtet werden muss, um ein annehmbares Bild bei einem ISO-Wert von 100 zu erhalten. Da es sich bei Produkten um statische, sich nicht bewegende Objekte handelt, reicht oftmals eine Belichtungszeit von 1/30sek oder 1/15sek vollkommen aus. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass das Bild leicht überbelichtet ist, da der weiße Hintergrund einen Kontrast zum Produkt bildet und die Kamera den Mittelwert aufnimmt.

Das Bild muss also leicht überbelichtet sein, um im Endeffekt kein unterbelichtetes Bild zu bekommen. Natürlich sollten die Farbeinstellungen der Kamera an die Farbe des Umgebungslicht, also der Leuchten des Lichtzelts, angepasst werden. Jetzt muss der Fokus noch auf manuell gestellt und ausgerichtet werden und es kann, nach einem Testbild, endlich losgehen.

Jetzt geht’s los!

Produktfotos werden oft in sogenannten ‚Packshots‘ geschossen. Das bedeutet, dass das Produkt von allen Seiten abgelichtet wird, um jede Seite des Produkts für den Betrachter und potentiellen Kunden sichtbar zu machen. Dafür ist es wichtig, den Drehwinkel zwischen den einzelnen Auslösungen zu kennen. Dieser Winkel kann ganz leicht herausgefunden werden, indem die 360 durch die Anzahl der Fotos, die gemacht werden sollen, geteilt werden.

Sollen von einem Produkt also 6 Fotos entstehen, so liegt der Winkel bei 360:6 = 60°. Dieser Wert gibt nun an, wie weit der Drehtisch gedreht werden muss. Nach jedem Foto muss der Drehtisch um weitere 60° gedreht werden. Bei kleinen Bilderserien ist die kein Problem, bei größeren Bilderserien jedoch von bspw. 50 Bildern, empfiehlt es sich doch sehr, diese Aufgabe automatisiert an den Schwenkmotor und einen automatisierten Drehteller abzugeben, da die minimalen Winkelveränderungen nur so sehr genau werden können.

Im Anschluss sollte das Produkt noch mit einer Bildbearbeitungssoftware freigestellt und der Hintergrund durch einen reinweißen Hintergrund ersetzt werden.

Die Produktfotos sind fertig

Sind die Produktfotos fertig und das Ergebnis zufriedenstellend, wirkt das Produkt auf den Kunden äußerst attraktiv. Dies sollte schlussendlich natürlich das Ziel des ganzen sein – Ein Kunde schaut sich die Fotos des Produkts an, das Produkt sagt ihm zu und der Kunde möchte es daraufhin haben.

Als Kunde sollte man sich jedoch nicht nur auf die Bilder und Produktbeschreibung verlassen, sondern sich bei größerem Interesse, vor allem natürlich, wenn es sich um größere Investitionen handelt, persönlich in einem Laden von einem Fachmann beraten lassen.

Eine Kamera z.B. sieht auf Bildern vielleicht gut aus, ist qualitativ auch sehr hochwertig, jedoch liegt sie beim Kunden nicht gut in der Hand, oder die Menüführung sagt dem Kunden nicht zu. Hier ist es sehr hilfreich, dies vor dem Kauf zu wissen, um vor Ort verschiedene Modelle zu testen, um am Ende mit seinem Kauf auch wirklich zufrieden zu sein. Da die Bedürfnisse der Menschen so individuell sind, wie die Menschen selbst, ist es sicherlich nie verkehrt, sich immer noch vor dem Kauf den Rat eines Fachmannes wie einzuholen und dessen Meinung und Empfehlungen mit in seine Kaufentscheidung zu beziehen.

Um die bestmöglichen Fotos zu bekommen lohnt sich das Engagement eines Profis wie viennashots.com.

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