Haartransplantation: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Foto: ©engagestock/ adobe.com

Um Haarausfall wirkungsvoll zu bekämpfen, wird heutzutage immer häufiger eine Haartransplantation in Erwägung gezogen. Der Eingriff erfreut sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern einer stetig wachsenden Beliebtheit. 

Allerdings können längst nicht alle Betroffenen die finanziellen Mittel aufbringen, die für eine professionelle Haartransplantation, beispielsweise durch Hairforlife Österreich, nötig sind. Daher steht in vielen Fällen die Frage im Raum, ob die Kosten für Haartransplantationen eventuell durch die Krankenkasse erstattet werden. 

Hilft die Krankenkasse bei Haarverlust? 

Für die Betroffenen kann der Ausfall ihrer Haare, unabhängig von der spezifischen Form, psychisch stark belastend sein. Ihre Lebensqualität verringert sich beachtlich, wodurch ihre persönliche Ausstrahlung und Lebensfreude massiv leiden. Schließlich stellen Haare auch heute noch eines der wichtigsten Schönheitsideale überhaupt dar. 

Bei Haarausfall, insbesondere bei androgenetischen Ursachen, stellt die einzige Lösung eine Haartransplantation dar. Jedoch ist der komplexe Eingriff in Deutschland mit sehr hohen Kosten von bis zu 10.000 Euro verbunden. Viele Menschen können sich dies schlichtweg nicht leisten. 

Diejenigen, die hoffen, dass die Haartransplantation von ihrer Krankenkasse übernommen wird, werden jedoch enttäuscht – Haartransplantationen fallen nämlich unter die Kategorie der ästhetischen Schönheitsoperationen. Eine Kostenübernahme für diese Behandlungsart erfolgt in der Regel durch die Krankenkassen nicht. Haarausfall wird als kosmetisches Problem angesehen. Sogar Betroffene, welche ihre Haare im Zuge einer Chemotherapie verloren haben und deren Haare nun nicht mehr wie gewohnt nachwachsen, bekommen von der Krankenkasse maximal die Kosten für eine Perücke erstattet. 

Doch wie in vielen Bereichen des Lebens gelten auch hinsichtlich der Haartransplantationen beziehungsweise ihrer Kostenübernahme Ausnahmen. 

In diesen Ausnahmen zahlt die Krankenkasse

Die Ausnahmen, in denen die Krankenkasse eventuell für die Kosten einer Haartransplantation aufkommt, sind die folgenden: 

  • Schwere Depression
  • Schwere Hauterkrankungen
  • Schwere Unfälle, zum Beispiel durch Brände
  • Verletzungen

Sollen die Kosten jedoch beispielsweise aufgrund einer vorliegenden Depression übernommen werden, steht der Betroffene in der Beweispflicht. Lediglich die Bescheinigung über die vorliegende Depression ist in der Regel nicht ausreichend. Der Betroffene wird dann dem MDK, dem medizinischen Dienst, der Krankenkassen vorgestellt. Wird durch diesen ebenfalls eine schwerwiegende Depression bescheinigt, kann die Kostenübernahme durch die Krankenkasse jedoch noch immer abgelehnt werden. 

Im Übrigen stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Kostenübernahme für Frauen ein wenig besser als für Männer, da die Krankenkassen bei ihnen häufig kulanter agieren. Dennoch werden in Deutschland nahezu alle Anträge auf eine Kostenübernahme für eine Haartransplantation abgelehnt – unabhängig davon, wie die medizinische Diagnose ausfällt. 

Allerdings haben Privatversicherte die Möglichkeit, spezielle Tarife in ihre Krankenversicherung zu integrieren, durch welche die Kosten für eine Haartransplantation zumindest teilweise übernommen werden.  

Haartransplantation im Ausland – Die günstige Alternative

Um die Kosten für die Haartransplantation zu senken, wenn diese nicht von der Krankenkasse übernommen werden, besteht auch die Alternative, den Eingriff im Ausland, beispielsweise in der Türkei, durchführen zu lassen. Die Haarverpflanzung ist dort zu wesentlich günstigeren Konditionen erhältlich. 

Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch die Qualität des Eingriffs minderwertiger ausfällt. Vielmehr ergibt sich der große Unterschied in den Kosten dadurch, dass der sogenannte Gesundheitstourismus einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt, sodass es zu einem harten Preiskampf zwischen den unterschiedlichen Anbietern kommt. Darüber hinaus fallen in Ländern wie der Türkei die Lebenshaltungskosten wesentlich geringer als in Deutschland aus. 

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