Haartransplantation: Was ist danach zu beachten?

Foto: © nic90/ adobe.com

Die Haartransplantation ist eine schonende Methode und wird minimalinvasiv durchgeführt. Sie zählt jedoch trotzdem als chirurgischer Eingriff. Um ein bestmögliches Ergebnis der Haartransplantation von vorher zu nachher erzielen zu können, müssen nach der Operation bestimmte Regeln beachtet werden, um den Heilungsprozess so gut es geht zu unterstützen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Geduld und die eigene Unterstützung des Prozesses.


Diese Anweisungen müssen konsequent eingehalten werden


Nach der Haartransplantation ist es wichtig, auf dem Rücken zu schlafen und beim Schlafen ein Nackenhörnchen zu verwenden. Der Grund dafür liegt darin, dass sogenanntes Wundwasser aus den Wunden am Kopf tritt und dadurch die Gefahr besteht, dass die Kopfhaut an dem Kissen kleben bleibt. Die Konsequenz hiervon wäre, dass die frisch verpflanzten Grafts wieder herausgezogen werden würden.

Die ersten fünf Tage nach dem Eingriff ist die Kopfhaut im Allgemeinen sehr sensibel, da die Grafts noch nicht richtig eingewachsen und demzufolge besonders empfindlich sind. Es kann ein starker Juckreiz aufkommen, aber es darf unter gar keinen Umständen gekratzt werden. Kratzen führt zu dem hohen Risiko, die frisch verpflanzten Grafts wieder zu entfernen, was bedeuten würde, dass statt dem gewünschten volleren Haar ausschließlich kahle Stellen bleiben. Außerdem muss in dieser ersten empfindlichen Zeit die direkte Sonneneinstrahlung, sowie auch das Schwimmbad, die Sauna und das Solarium gemieden werden.

Weiterhin darf die Kopfhaut nicht berührt und der Kopf vor Stößen geschützt werden. Dies beinhaltet auch, dass weder eine körperliche Anstrengung noch sportliche Aktivitäten unternommen werden dürfen. Wie lange dieses Verbot anhält, ist abhängig von der jeweiligen Sportart. Begründet ist das darin, dass körperliche Anstrengungen den Blutdruck erhöhen. Daraus entsteht die Gefahr, dass die Wunden, die durch den Eingriff entstanden sind, wieder anfangen zu bluten und die eingesetzten Grafts ausschwemmen. Ergänzend hierzu, kann der Kopf bei einigen Sportarten nicht vor Stößen und Schlägen geschützt werden. Hierrunter fällt das Boxen, aber auch Fußball oder Handball.

Bei der Haarwäsche muss darauf geachtet werden, dass die erste innerhalb von zwei Tagen erfolgt, was auch wichtig für den Heilungsprozess ist. Außerdem muss sehr sanft und schonend mit der Kopfhaut umgegangen werden. Für die genaue Anwendung wird Lotion aufgetragen, woraufhin eine Einwirkzeit von fünfundvierzig Minuten erfolgt. Diese Zeitspanne verkürzt sich langsam, aber stetig auf etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Anschließend wird die Lotion mit lauwarmem Wasser vorsichtig abgewaschen und Shampoo aufgetragen. Bereits nach etwa zehn Minuten wird auch dieses mit lauwarmem Wasser sanft entfernt.

Nachdem das transplantierte Haar aufgrund eines minimalen Nährstoffmangels in den ersten Wochen zunächst wieder ausfällt, beginnt je nach Haarqualität nach drei bis vier Monaten das Haarwachstum. Zuerst bilden sich Babyhaare, ein erster feiner Flaum. Dies sind die neuen Haare, die sich im Laufe der folgenden Monate immer weiter verdichten. Nach einem Zeitrahmen von ungefähr neun bis zwölf Monaten, hat sich die neue Haarpracht gebildet.


Fazit



Die Haartransplantation ist eine sehr gute und effektive Methode, um kahle Stellen zu behandeln. Damit es jedoch keine noch so kleinen Problematiken im Prozess nach der Operation gibt, müssen die Anweisungen strikt eingehalten werden.

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