Hyperthermie: Wärme gegen den Krebs

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Bis heute versuchen Wissenschaftler und Forscher Mittel und Wege zu finden, womit Krebs besiegt werden kann. Ein Verfahren, welches dabei seit Jahren erforscht wird, ist die Hyperthermie. Die Hyperthermie Stuttgart biete das Verfahren an, bei welchem die Vernichtung von Krebszellen durch Überwärmung unterstützt werden soll. Kann das Verfahren wirklich dabei helfen, Krebs zu besiegen?

Was genau ist Krebs?

Krebs entsteht, durch die Ausartung gesunder Zellen zu bösartigen Zellen (Tumore). Diese vermehren sich unkontrolliert im Körper und befallen so lebenswichtige Organe. Im schlimmsten Fall kann Krebs zum Tod führen. Krebs ist zudem die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Was bedeutet Hyperthermie?

Eine Hyperthermie ist eine von außen herbeigeführte Überwärmung des Körpers. In der Krebstherapie dient sie zur unterstützenden Wirkung von Chemo- und Strahlenbehandlung. Früher wurde zur Erwärmung des Körpers künstliches Fieber erzeugt. Dies gilt heute aber als zu gefährlich. Heutzutage wird die Erwärmung des Körpers nur noch von außen erzeugt. Ausnahmen sind beispielsweise Bauchspülungen mit Chemotherapie-Lösungen, diese kommen aber nur sehr selten zum Einsatz.

Welche Arten von Hyperthermie gibt es?

Unterschieden wird bei der Hyperthermie zunächst zwischen der lokalen oder regionalen Hyperthermie, also nur an einer bestimmten Körperstelle bzw. einem bestimmten Organ, und der Ganzkörperhyperthermie.

Das Gewebe wird dabei auf eine Temperatur von ca. 40 bis 43 Grad Celsius erhitzt. Die Therapiedauer beträgt ca. 40 bis 60 Minuten. Diese verlängert sich, wenn niedrigere Temperaturen angewandt werden. Die Meisten Patienten benötigen für die Durchführung der Hyperthermie Beruhigungs- und Schmerzmittel. Gegebenenfalls muss der Eingriff unter Narkose erfolgen.

Kann man Krebs mit Wärme behandeln?

Bei der Hyperthermie geht es nicht darum, die Krebszellen durch die Hitze absterben zu lassen. Dadurch würde auch gesundes Gewebe Schaden nehmen. Es geht vielmehr darum, dass Krebszellen durch die enorme Hitze mehr Stress ausgesetzt werden, was bei einer Chemo- oder Strahlentherapie von Vorteil sein kann.

Wirkliche Ergebnisse konnten bei der Überwärmung von Krebszellen bislang nur bei Weichteilsarkomen erzielt werden. Bei allen anderen Krebsarten gibt es bislang lediglich erste Einschätzungen.

Wie sicher ist die Hyperthermie?

Bislang lässt sich die Ausbreitung der Wärme noch nicht gut genug kontrollieren. So stellt sich die Frage, ob die Tumorzellen genügend Hitze abbekommen und dabei gesunde Zellen nicht geschädigt werden.

Des Weiteren kann es zu Rötungen und Schwellungen sowie in selteneren Fällen zu Verbrennungen kommen.

Für Herz-Kreislauf gilt die Hyperthermie bislang ebenfalls als eine große Belastung. Für Menschen mit Vorerkrankung ist das Verfahren der Überwärmung daher so gut wie ausgeschlossen.

Begleitend zu einer Chemo- oder Strahlentherapie, können auch die Nebenwirkungen zunehmen.

Experten fordern, aufgrund der hohen Risiken, eine gute Überwachung der Patienten sowie dass das Verfahren bei zu großen Nebenwirkungen abgebrochen wird. Bei einer Ganzkörperhyperthermie ist zudem eine Überwachung auf der Intensivstation zu empfehlen.

Wer trägt die Kosten des Verfahrens?

Hier sollte man unbedingt Rücksprache mit der Krankenkasse sowie den behandelnden Ärzten halten.

Auch die Seriosität der Anbieter einer Hyperthermie sollte vor Beginn der Behandlung unbedingt geprüft werden.

Fazit

Derzeit besteht noch viel Forschungsbedarf, sodass man zum heutigen Stand keine allgemeingültige Aussage zur Wirksamkeit der Hyperthermie treffen kann. Die anzuwendenden Verfahren sollten daher laut dem Deutschen Krebsinformationsdienst innerhalb einer Studie durchgeführt und kontrolliert werden.

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