Rauchende Männer: Wirken sie automatisch sexy?

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In der Welt der Frauen hat er schon immer eine überaus kontroverse Rolle eingenommen: Der Bad Boy. Die Frauen hassen ihn, dann lieben sie ihn wieder. Schließlich vermittelt diese Art von Männern ihren weiblichen Kontakten das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein, sodass diese bereit sind, ihnen nahezu alle Schandtaten in kürzester Zeit wieder zu vergeben. 

So sind aufgrund der kaum erklärlichen Anziehungskraft des Bad Boys bereits zahlreiche Tränen geflossen und es wurde einiges an Geduld und Zeit investiert – und das oft völlig vergebens. Dennoch kommt der coole, harte und unantastbar scheinende Charakter bei der Frauenwelt doch immer wieder an.

Mit Zigaretten zwischen ihren Zähnen und cooler Lederjacke geht von ihnen eine beeindruckende Wirkung auf das weibliche Geschlecht aus. Warum das so ist, erklärt der folgende Artikel.

Bad Boys – Dem Klischee auf der Spur

Mit der Wirkung des besonderen Typ Manns und seinem Einfluss auf die Frauenwelt hat sich nun auch die wissenschaftliche Studie „The Young Male Cigarette and Alcohol Syndrome“ von Forschern der belgischen Universität Gent beschäftigt. 

Von den Wissenschaftlern wurde dabei die weit verbreitete Annahme zu Grunde gelegt, dass Männer, die Alkohol trinken und Zigaretten rauchen, von Frauen automatisch als sexy wahrgenommen werden. So wurde der Versuch unternommen, das traditionelle Klischee aus einer neuen Perspektive zu erklären. 

Die Studie ergab, dass es für das generelle Sex-Appeal eines Mannes von Bedeutung ist, wie gefährlich und riskant dieser wirkt. Daneben kommt die Psychologin Eveline Vincke in ihrer Untersuchung „Evolutionary Psychology“ zu dem Schluss, dass sich hinter dem Trinken und dem Rauchen im Unterbewusstsein der Männer eine besondere Strategie des Flirtens verbirgt. 

Diese geht damit einher, dass die Männer vermitteln, dass sie den richtigen Partner für ein aufregendes und kurzes Abenteuer darstellen. Die Angewohnheiten, die als riskant gelten und daneben eindeutig schädlich für die Gesundheit sind, suggerieren den weiblichen Anhängern, dass sie in Kontakt mit einem spannenden, gefährlichen und interessanten Mann stehen, der für eine ernsthafte Beziehung jedoch kaum geeignet ist.

Sexuell aufgeschlossen, spannend und attraktiv

Im Zuge der Studie aus Belgien wurden 239 Belgierinnen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren von den Psychologen darum gebeten, sich kurze Profile von jungen Männern anzuschauen und im Anschluss eine Bewertung dieser vorzunehmen. Danach sollten die Einstellungen der Männer zu den Themen Beziehungen, Risiken, Gefahren und Liebe durch die Probandinnen eingeschätzt werden. 

So kam heraus, dass die Männer, die als rauchende und trinkende Bad Boys dargestellt wurden, von den Frauen als sexuell aufgeschlossener, spannender und attraktiver bewertet wurden. 

Im Anschluss wurden 171 Belgier von den Forschern befragt. Dabei konnte herausgefunden werden, dass diejenigen, die Zigaretten rauchen und regelmäßig Alkohol konsumieren, in ihrem Leben tatsächlich hemmungsloser und aufgeschlossener agieren, wenn es um sexuelle Kontakte und feucht-fröhlichen Spaß geht. Darüber hinaus suchen sie keine ernsthafte Beziehung, sondern vor allem kurze Bettgeschichten. 

Die Männergruppe der Nichtraucher, die allgemein wesentlich gesünder lebt, hegte dagegen vorrangig ein Interesse an langfristigen und tiefgehenden Beziehungen.

Keine große Liebe: Bad Boys für kurze Abenteuer

So zeigt sich, dass auch durch die Wissenschaft belegt wird, was viele Frauen bereits seit langer Zeit wussten: Männer, die offen mit ihren Lastern umgehen und diese sogar in ihr Flirtverhalten integrieren, eignen sich durchaus, um ein kurzes Abenteuer zu erleben. Doch die Liebe und Zuneigung sind wohl nicht von Dauer.

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