Sag mal: Was ist Virtual Reality?

Foto: © Damir Khabirov/ stock.adobe.com

Bei der VR, also der Virtual Reality, handelt es sich um ein Thema, das heutzutage nahezu allgegenwärtig ist. Über alle Branchen hinweg wird es mit viel Enthusiasmus aufgenommen, da es den Konsum von digitalen Inhalten in Zukunft revolutionieren soll.

Dabei feiern nicht nur Technik-Enthusiasten und Early Adopter die innovative Technologie – auch die Zahl der großen Unternehmen, wie AUDI oder IKEA, welche die VR nutzen, um ihre Produkte potentiellen Kunden zugänglich zu machen, steigt stetig. Nicht nur der Bereich Unterhaltung und Kommunikation bietet großes Potential für die virtuelle Realität, sondern ebenfalls die Gebiete Therapie, Medizin, Forschung und Bildung.

VR – Was ist das überhaupt?

Als virtuelle Realität wird eine künstliche Wirklichkeit bezeichnet, die durch spezielle Soft- und Hardware erzeugt wird. Ob ein simulierter Flug im Weltall oder der realitätsgetreue archäologische Blick auf vergangene Kulturen – VR macht es möglich. Ein Vergleich zwischen bereits bekannten 3D-Technologien kann dabei jedoch kaum gezogen werden.

Die VR-Brille bildet die Basis moderner VR-Hardware. Diese verfügt über zwei hochauflösende Displays, auf denen künstlich erzeugte Bilder dargestellt werden. Ebenfalls enthalten ist eine gekoppelte Sensorik, welche die Position und die Lage des Kopfes des Trägers erfasst. Der Eindruck, sich tatsächlich in der virtuellen Realität zu befinden, wird erzielt, wenn zwischen der Sensorik und der Bilddarstellung weniger als 11 Millisekunden Zeitabstand liegen. Dies wird auch als Sensor-to-Photon-Latency bezeichnet.

Die VR-Geräte 

Der Markt bot zu Beginn hauptsächlich zwei Kategorien von VR-Geräten an. Zum einen gab es High-End Headsets, beispielsweise das HTC Vive oder die Oculus Rift. Diese werden mit einem normalen PC verbunden.

Zum anderen wurden mobile Headsets angeboten, wie beispielsweise das Google Cardboard, die Samsung GearVR oder Google Daydream. Diese funktionieren mit Smartphones und zeichnen sich durch wesentlich günstigere Preise aus. Weitere Hersteller, wie Microsoft oder Sony, arbeiten allerdings ebenfalls stetig an der Weiterentwicklung von innovativen VR-Modulen.

Seit den Anfängen der VR-Geräte haben sich im Laufe der Zeit immer mehr Hersteller ambitioniert mit der Entwicklung neuer Module befasst. So kann heute beispielsweise bereits ein großer Unterschied zwischen Vuzix m400 und m4000 ausgemacht werden, der zeigt, wie rasant sich die Technologien in diesem Bereich weiterentwickeln.

Die zukünftige Entwicklung der VR

Experten sind der Überzeugung, dass in den kommenden Jahren die VR den Alltag der Menschen in hohem Maße prägen und die Art des Medienkonsums damit wesentlich verändern wird. VR könnte in Zukunft nicht nur einen starken Einfluss auf VR-Erfahrungen und Spiele haben, sondern darüber hinaus auch auf die Kommunikation, Medizin, Bildung, Wissenschaft, Architektur, Design, Industrie oder die Medien.

Prognosen gehen sogar davon aus, dass die Erlöse im VR-Bereich den TV-Markt bis zum Jahr 2025 überholt haben werden. VR-Headsets werden dann in vielen Haushalten – wie heutzutage Spielekonsolen, PCs oder Fernseher – zum Standardinventar gehören. Dies zeigt, dass die Gesellschaft aktuell am Beginn einer äußerst spannenden Zeit steht.

In vielerlei Hinsicht fungiert die VR dabei als Technologie-Treiber, da die Ansprüche an effiziente Softwareprogramme, die Qualität der Displays und die Geschwindigkeiten der Chips äußerst hoch sind. Der Großteil der aktuellen Anwendung basiert noch auf den logischen Weiterentwicklungen von bereits bekannten Produkten. Allerdings werden diese Anwendungen durch die VR weitaus immersiver und realisierbarer. Darüber hinaus wird eine spannende weitere Interaktions-Ebene hinzugefügt.

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