Für wissenschaftliche Arbeiten an der Universität ist es oft nötig, eine Transkription von Interviews oder Gesprächen anzufertigen. Damit das Transkribieren gelingt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die genutzt werden können. Welche das sind, zeigt der folgende Beitrag.

Transkription – Was ist das eigentlich?

Von einer Transkription ist die Rede, wenn gesprochene Aufzeichnungen schriftlich niedergelegt werden. Häufig ist dies zum Beispiel der Fall, wenn im Rahmen der Bachelor- oder der Masterarbeit Interviews geführt werden, um diese im Nachgang strukturiert auswerten zu können.

Im ersten Moment mag es sich vielleicht recht simpel anhören, einen gesprochenen Text ins Schriftliche zu überführen, allerdings geht mit der Transkription durchaus ein gewisser, vor allem zeitlicher, Aufwand einher. In der Regel nimmt die Transkription eines Interviews rund fünf bis zehn Mal mehr Zeit in Anspruch, als die Länge der Audioaufzeichnung beträgt.

Wie läuft die Transkription ab?

Ein systematisches Vorgehen ist bei der Transkription unverzichtbar. Im ersten Schritt bedeutet dies, dass alle Audiodateien mit einer spezifischen Bezeichnung und dem jeweiligen Datum versehen werden. Dies gilt auch für die späteren Transkriptions-Dateien.

Die unterschiedlichen Arten der Transkription

Bezüglich des Vorgehens bei der Transkription gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Bei der lautsprachlichen Transkription werden auch der Dialekt und alle weiteren sprachlichen Besonderheiten berücksichtigt. Somit werden auch Füllwörter, wie beispielsweise „ähm“, niedergeschrieben.

Eine wörtliche Transkription wird bei dem vereinfachten Transkribieren angewendet. Dabei findet eine möglichst exakte Übersetzung von Dialekten ins Hochdeutsche statt. Wortdoppelungen, Stottern oder Abbrüche von Sätzen werden nicht transkribiert. Für eine bessere Lesbarkeit wird die Interpunktion nachträglich vorgenommen.

Das zusammenfassende Transkribieren wird im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens eher selten genutzt, sondern kommt bei Meetings oder Diskussionen zum Einsatz. Dabei wird lediglich eine Zusammenfassung der Gesprächsinhalte erstellt.

Es hängt maßgeblich von der jeweiligen Forschungsrichtung ab, welche Art der Transkription angewandt wird. Wird das Verhalten von Menschen analysiert, spielen sprachliche Besonderheiten eine große Rolle. Geht es lediglich um Fakten, kann auch eine vereinfachte Transkription ausreichen.

Ausreichend Zeit nehmen

Für eine Transkription sollte stets ausreichend Zeit eingeplant werden – inklusive der Zeit für das spätere Korrekturlesen. Ein Interview, das eine Stunde dauert, benötigt circa fünf bis zehn Stunden um transkribiert zu werde.

Generell sollten Interviews so kurz wie möglich nach ihrer Aufnahme transkribiert werden, damit diese noch gut im Gedächtnis sind. Auch wenn professionelle Werkzeuge für die Transkription verwendet werden, darf der Zeitaufwand nicht unterschätzt werden.

Transkriptionssoftware und professionelle Dienste

Um den Ablauf der Transkription zu vereinfachen, gibt es viele Softwareprogramme, die genutzt werden können. Zwar muss die eigentliche Arbeit auch damit selbstständig erledigt werden, allerdings ist die Software dabei eine große Hilfe.

Natürlich ist es auch möglich, die Transkription an einen externen Dienstleister zu übertragen. Es geht dabei schließlich nur darum, vorhandenes Material zu verschriftlichen. Es ist also kein Verstoß gegen die Regularien, wenn das Interview durch einen professionellen Service transkribiert wird. Dieser muss auch in der wissenschaftlichen Arbeit nicht namentlich genannt werden. Es werden dabei nämlich keine neuen Inhalte erstellt, sondern lediglich vorhandene in eine andere Form überführt. Dies ist besonders für Studierende eine große Hilfe, die in zeitliche Bedrängnis kommen würden, wenn sie die Transkription selbst ausführen würden.

 

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