So viel kosten Hausnotrufsysteme

Mit fortschreitendem Alter erhöht sich auch das Unfallrisiko in den eigenen vier Wänden. Ab 65 Jahren stürzt laut Statistiken jeder dritte Mensch jährlich mindestens einmal. Das bedeutet allerdings nicht, dass Senioren ihre Selbstständigkeit gleich vollständig aufgeben und in eine Pflegeeinrichtung ziehen müssen.

Durch ein Hausnotrufsystem der neuesten Generation erhalten Senioren und auch ihre Angehörigen ein Stück mehr Sicherheit. So ist es möglich, auch im hohen Alter noch alleine in der gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben.

Hausnotruf – Was ist das überhaupt?

In Notfällen sorgt ein Hausnotruf für Senioren und deren Angehörigen für eine erhöhte Sicherheit, beispielsweise, wenn es zu einem Sturz kommt und sich die Person nicht mehr alleine helfen kann.

Die Basis des Hausnotrufsystems bildet dabei die herkömmliche Telefontechnik. Normalerweise tragen die Nutzer eine Kette mit Notfallknopf oder ein Notrufarmband bei sich.

Wenn diese Komponenten gedrückt werden, wird an die Basisstation des Gerätes ein Funksignal übertragen, sodass automatisch eine Verbindung zur Notrufzentrale hergestellt wird. Idealerweise ist es dann durch eine Freisprecheinrichtung möglich, von jedem Raum der Wohnung aus zu kommunizieren. Ebenfalls sind mobile Systeme erhältlich, die nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch außerhalb genutzt werden können.

Die Kosten für den Hausnotruf

Der Großteil der Anbieter verlangt für die Installation des Hausnotrufes eine einmalige Anschlussgebühr, die zwischen circa zehn und 80 Euro beträgt. Ist der Dienst installiert, wird pro Monat eine gewisse Nutzungsgebühr fällig, die in der Basisversion etwa 20 bis 30 Euro kostet. Die Preise variieren allerdings abhängig von dem jeweiligen Anbieter und den Leistungen.

Die Pflegeversicherung übernimmt die monatlichen Kosten für den Hausnotruf bis zu einer Höhe von 23 Euro. Daher orientieren sich viele Anbieter an dieser Grenze. Falls umfangreichere Leistungen gewünscht werden, beispielsweise ein spezieller Hintergrunddienst oder eine Schlüsselhinterlegung, steigen die Kosten allerdings.

Nutzer können jedoch durchaus durch einige Rabatte profitieren. Einige Dienstleister erlassen beispielsweise die Anschlussgebühr, wenn eine gewisse Laufzeit vereinbart wird. Die Gerätewartung und eventuelle Reparaturen sind oft in der monatlichen Gebühr inkludiert.

Zusätzliche Leistungen des Hausnotrufes

Viele Dienstleister im Bereich des Hausnotrufes bieten zusätzliche Leistungen an, für die allerdings auch höhere Kosten fällig werden. Zu diesen gehört beispielsweise die Hinterlegung des Wohnungs- beziehungsweise Hausschlüssels. Im Notfall wird so eine besonders schnelle Handlungsfähigkeit ermöglich und Kosten, die eventuell für das Aufbrechen der Tür anfallen, können gespart werden. Die Schlüssel können nicht nur bei Bekannten oder Pflegediensten hinterlegt werden, sondern auch in Schlüsselkästen, die direkt an der Wohnungstür installiert werden.

Bei einigen Notruflösungen ist auch eine sogenannte „Alles gut“-Taste integriert. Über diese können sich die Senioren zu einer festgelegten Zeit jeden Tag melden. Falls das Signal einmal nicht erfolgt, wird sich von der Notrufzentrale bei dem jeweiligen Nutzer erkundigt, ob alles in Ordnung ist. Falls nicht, wird der Notruf alarmiert.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, sogenannte Fallsensoren oder Sturzmelder zu nutzen. Dabei handelt es sich um kleine Geräte, die beispielsweise am Gürtel getragen werden. Falls es zu einem Sturz kommt, wird dieser durch den Detektor sofort registriert. Die Notrufzentrale meldet sich dann bei dem Nutzer – falls sich dieser keine Rückmeldung gibt, wird der Notruf ausgelöst.

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