Die Heil- und Kulturpflanze Hanf stammt ursprünglich aus Asien und ist bereits sehr alt. Seit einiger Zeit ist Cannabis in Deutschland auch im Bereich der Medizin offiziell legalisiert – seitdem rückt die Pflanze wieder verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Dies ist kaum verwunderlich, denn die Cannabispflanze steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe. Sowohl kranke als auch gesunde Menschen setzen daher auf den positiven Effekt, den die Cannabinoide der Hanfpflanze auf das Krankheitsbild oder das allgemeine Wohlbefinden versprechen.

Besonders stark diskutiert wird in diesem Zusammenhang das Cannabinoid Cannabidiol, kurz CBD. Doch wie wirkt dieses eigentlich im Detail auf den Körper und in welchen Bereichen kann von der gesundheitsfördernden Wirkung besonders profitiert werden? Antworten darauf liefert der folgende Artikel. Für mehr wissenswerte Informationen zu den psychischen Auswirkungen von CBD sollten Interessierte hier klicken.

So wirkt CBD – Das Endocannabinoid-System

CBD, ein Wirkstoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird, genießt den Ruf eines wahren Allheil- und Wundermittels. Die Abkürzung CBD steht für das Cannabinoid Cannabidiol. Diese Substanz kommt in der weiblichen Hanfpflanze vor und stellt eines von mehr als 100 Cannabinoiden dar.

Es handelt sich um einen Wirkstoff, der nicht psychoaktiv wirkt und dennoch mit vielen positiven pharmakologischen Eigenschaften punktet. Ursprünglich kommt das Cannabidiol in der Hanfpflanze als CBD-Carboxylsäure CBDa vor. Die vollständige Wirksamkeit ist in dieser Form allerdings noch nicht gegeben.

Im Internet schildern viele Anwender ihre persönlichen Erfahrungen, die sie mit CBD gemacht haben und berichten von Linderungen ihrer unterschiedlichen Krankheitssymptome und Beschwerden.

So befassen sich auch immer mehr Studien mit dem besonderen Inhaltsstoff der Hanfpflanze und konnten schon einige der positiven Effekte bereits belegen. Beispielsweise soll das CBD dabei helfen, das allgemeine Wohlbefinden maßgeblich zu steigern.

CBD bindet an die körpereigenen Rezeptoren

Sowohl Menschen, Säugetiere als auch einige Wirbeltiere besitzen in ihrem Körper ein sogenanntes Endocannabinoid-System. Dieses ist in unterschiedlichen Bereichen des Körpers aktiv, beispielsweise innerhalb des Immunsystems, den Organen, dem Nervensystem und auch dem Gehirn.

Das Endocannabinoid-System umfasst die Rezeptoren CB1 und CB2, welche viele unterschiedliche Aufgaben und Prozesse im Organismus regulieren. In Studien konnte belegt werden, dass Cannabinoide, im Speziellen das Cannabidiol, fähig ist, diese Rezeptoren zu blocken oder zu verstärken.

Die Rezeptoren können dabei mit einem herkömmlichen Türschloss verglichen werden – sie lassen sich nur durch exakt passende Schlüssel öffnen. CBD entspricht diesem Schlüssel, sodass es sich innerhalb der Zelle an die jeweiligen Rezeptoren koppeln kann.

Im zentralen Nervensystem und dem Gehirn befinden sich hauptsächlich CB1 Rezeptoren, im peripheren Nervensystem und Immunsystem die CB2 Rezeptoren. Die jeweilige Wirkung im Körper wird erzielt, sobald sich das CBD an den entsprechenden Rezeptor gebunden hat.

Einnahme von CBD – Die positiven Auswirkungen

CBD wirkt nicht berauschend beziehungsweise psychoaktiv. Es verfügt über eine Zulassung als Arzneimittel und kann von Ärzten so an Patienten verschrieben werden. Der Großteil der Anwender bedient sich allerdings den CBD-Produkten, die als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind, um von den heilenden Effekten und den schmerzlindernden Wirkungen zu profitieren.

Durch die Interaktion des Cannabidiol mit den körpereigenen Rezeptoren, soll beobachtet werden können, dass CBD folgendermaßen wirkt:

  • Regulierend
  • Beruhigend
  • Angstlösend
  • Schmerzstillend
  • Entzündungshemmend

Diese Beschwerden können durch CBD gelindert werden

Besonders Schmerzpatienten sollen in hohem Maße von der Einnahme von CBD profitieren, da es schmerzstillend wirkt. Im Rahmen einer Schmerztherapie kommt es durch die Anwendung herkömmlicher Arzneimittel häufig zu starken Nebenwirkungen, weshalb die Auswahl an möglichen Präparaten durch die CBD-Produkte sinnvoll erweitert wird.

Die Gesundheit kann außerdem durch langanhalte Stresszustände massiv leiden, denn sie belasten das Herzkreislaufsystem, ebenfalls wird die Qualität des Schlafes stark beeinträchtigt. Betroffene leiden daher unter einem Zustand ständiger Anspannung. Stress, Schlafstörungen und nervöse Zustände sollen durch die Anwendung von CBD ebenfalls gelindert werden können, denn es wirkt beruhigend und entspannend.

Wissenschaftliche Forschungen an Mäusen deuten ebenfalls darauf hin, dass CBD zur Vorbeugung von Diabetes eingesetzt werden kann. Übergewichtige Tiere in der Studie, die mit CBD-Öl versorgt wurden, erkrankten – anders als die Vergleichsgruppe – nicht an Diabetes. Außerdem konnten weitere Untersuchungen zeigen, dass die Entzündungsvorgänge, die für Diabetes Typ 1 typisch sind, durch CBD reduziert werden konnten.

Menschen, die unter Akne oder Neurodermitis leiden, erfahren durch das CBD in Form von Kosmetikprodukten und Salben eine Besserung ihrer Symptome. Die belastete Haut wird durch die enthaltenen Stoffe umfangreich gepflegt. Hauterkrankungen werden besonders von dem Vitamin E, welches enthalten ist, positiv beeinflusst. Auch der Fettgehalt der Haut soll durch CBD-Produkte reduziert werden, wodurch ein klares Hautbild erzielt wird.

Darüber hinaus finden sich vielfältige Erfahrungsberichte, dass CBD bei den folgenden Leiden positive Auswirkungen hat:

  • Allergien
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Depressionen

Die richtige Dosierung finden

Auf Reize reagieren Menschen sehr verschiedenen. Auch das Tempo des Stoffwechsels gestaltet sich äußerst individuell. So bauen einige Menschen Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente oder Nahrung schneller ab, als andere. Das gleiche gilt auch für die Wirkung von CBD: Bei einigen Menschen kann diese früher, bei anderen später festgestellt werden.

Darüber hinaus sind die Konzentrationen des CBD in den Produkten sehr unterschiedlich gestaltet. Einige CBD-Öle weisen so beispielsweise zehn Prozent CBD auf, in anderen fällt die Konzentration höher oder niedriger aus. Bei der Dosierung der CBD-Produkte sollte dies stets berücksichtigt und daher eine individuell angepasste Dosis eingenommen werden.

Beachtet werden muss außerdem, dass es zwar viele positive Erfahrungsberichte hinsichtlich der Einnahme von CBD gibt, allerdings einige Anwender auch von einer Wirkungslosigkeit der Produkte berichten. Inwiefern CBD-Öl und weitere Produkte, die CBD enthalten, wirken, hängt von vielen weiteren unterschiedlichen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Der individuellen Ausprägung von Vorerkrankungen
  • Dem Alter und der Art der Beschwerden
  • Der körperlichen Verfassung und Umweltfaktoren
  • Der genetischen Veranlagung
  • Der weiteren eingenommenen Medikamente und Erkrankungen
  • Der Regelmäßigkeit und Häufigkeit der Anwendung

Allerdings sind nicht nur die persönlichen Faktoren dafür ausschlaggebend dafür, wann das CBD seine potentielle Wirkung entfaltet, sondern auch das Produkt selbst. Die Anwendungstechnik darf dabei nicht vernachlässigt werden – CBD Zigaretten oder Pastillen unterschieden sich beispielsweise von der Anwendung des CBD-Öls.

Die Wirkung tritt beim Rauchen besonders schnell ein – oft schon nach nur wenigen Minuten. CBD Öl in Tropfenform wird in der Regel oral eingenommen, wodurch die Wirkung nach circa 15 Minuten festgestellt werden kann. CBD-Lebensmittel brauchen dagegen wesentlich länger, um ihre Wirkung voll zu entfalten.

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