Was macht einen guten Ausbilder aus?

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Heutzutage kann fast jeder ausbilden. Zumindest muss die Person das nötige Fachwissen und eine AdA Schein vorweisen. Im Umgang mit Auszubildenden und Mitarbeitern sind allerdings oft noch viel mehr notwendige Eigenschaften wichtig. Allerdings sind pädagogisches Wissen und ein Geschick im Umgang mit Menschen keine Voraussetzung, um in Deutschland ausbilden zu dürfen. Von daher ist es nicht sehr überraschend, dass es sowohl gute als auch schlechte Ausbilder gibt. Natürlich stellt sich hier direkt folgende Frage: Was macht einen guten Ausbilder aus?



Diese Eigenschaften machen einen guten Ausbilder aus



Es gibt eine ganze Reihe von relevanten Eigenschaften, die ein guter Ausbilder mitbringen sollte.

Ganz oben auf der Liste wichtiger Eigenschaften steht ein guter Umgang mit der jeweiligen Zielgruppe. Man sollte nah an den Auszubildenden dran sein, um ihre Bedürfnisse, Ängste und Wünsche zu kennen. Es empfiehlt sich in den Austausch zu treten. Trotzdem ist darauf zu achten, einen authentischen Umgang anzustreben. Ansonsten besteht die Gefahr von der Zielgruppe nicht ernst genommen zu werden.

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Weitergabe und Vermittlung von Fachwissen. Ein guter Ausbilder sollte dafür sorgen, dass seine Auszubildenden das nötige Fachwissen erlernen um nötige Zusammenhänge knüpfen können. In der Theorie kann jeder heutzutage auf Wissen zurückgreifen, in dem einfach mal schnell etwas „gegoogelt“ wird, allerdings ist der Ausbilder dafür verantwortlich, dass dieses Wissen auch in der Praxis korrekt angewendet wird.

Ebenfalls sollte ein guter Ausbilder geschult im Umgang mit „schwierigen“ Situationen sein. Leider kommt es in Betrieben immer wieder zu Mobbing, psychischen und körperlichen Erkrankungen sowie ähnlich belastenden Situationen. Der Ausbilder sollte das notwendige pädagogische und emphatische Grundverständnis mitbringen, um zu wissen, wie man solche Konflikte richtig löst. Es ist oft ein nötiges „Fingerspitzengefühl“ gefragt, um Situationen richtig zu bewerten und den Überblick zu behalten.


Das Gütesiegel für Arbeitgeber



Es gibt jedoch eine Möglichkeit für Betreibe deutlich zu machen, dass sie in Sachen Ausbildungsbetrieb über gewisse Standards verfügen. Das Arbeitgebersiegel Top Ausbildungsbetrieb (DIQP) bewertet die Kompetenz des Ausbildungsbetriebes. Es werden nur höchste Standards akzeptiert. Betriebe haben die Möglichkeit das Gütesiegel als Top Ausbildungsbetrieb (DIQP) zu nutzen, um zukünftigen Auszubildenden zu kommunizieren, dass sie hier auf einen kompetenten Ausbildungsbetrieb treffen.


Diese Standards sind notwendig, um das Gütesiegel zu erhalten


Damit ein Betrieb das begehrte Gütesiegel erhält, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein.

1. Befragung der Auszubildenden
Um die Zertifizierung zu erhalten werden die Auszubildenden des Betriebes befragt. Wichtige Kriterien sind hierbei, ob die Auszubildenden den Betrieb als Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen würden und wie hoch die Gesamtzufriedenheit ist.

2. Befragung der ehemaligen Auszubildenden (optional)


Bei Schritt zwei handelt es sich um einen freiwilligen Punkt. Auf Wunsch können auch ehemalige Auszubildende zu ihrer Zufriedenheit befragt werden.

3. Leistungen des Ausbildungsbetriebes

Des Weiteren sind die Leistungen und angebotenen Benefits, die der Betrieb den Auszubildenden bietet, von Relevanz. Die Leistungen werden in Form eines Fragebogens abgefragt. Ebenfalls sind für die Zertifizierung von Belang, ob dem Auszubildenden Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden.

Nach dem ein Betrieb erfolgreich das Gütesiegel erhalten hat, darf sich der Betrieb „Top Ausbildungsbetrieb (DIQP)“ nennen. Allerdings nur für die Dauer von drei Jahren.

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