Was man vor dem Abschluss eines Darlehens wissen muss

Die Aufnahme eines Darlehens ist für die meisten Personen eine weitreichende Entscheidung. Im Folgenden werden wertvolle Tipps an die Hand gegeben, was es vor der Aufnahme eines Darlehens zu beachten gilt.

Persönliche Voraussetzungen

Um ein Darlehen gewährt zu bekommen, muss der Darlehensnehmer zunächst einige persönliche Voraussetzungen erfüllen. Regelmäßig muss ein Darlehensnehmer volljährig sein und eine feste Arbeitsanstellung aufweisen. Auch wird ein Darlehensnehmer dazu angehalten werden, die eigene Vermögenslage offenzulegen, indem er die Gehaltsabrechnungen der letzten Monate nachweist. Selbstständige hingegen werden bei der Aufnahme eines Darlehens insbesondere dazu aufgefordert werden, die letzten zwei Steuerbescheide vorzulegen.

Analyse der eigenen Vermögenslage

Wenn mit dem Gedanken gespielt wird ein Darlehen aufzunehmen, sollte zu Beginn die eigene finanzielle Lage analysiert werden. Dabei ist es ratsam zunächst zu prüfen, welcher monatliche Geldbetrag des Einkommens für die laufenden Unterhaltskosten benötigt wird. Möglicherweise wird von dem monatlichen Einkommen bereits ein bedeutender Teil für Mietzahlungen, Lebenshaltungskosten und gegebenenfalls etwaig bestehende Darlehensforderungen abfließen. Es sollte also präzise herausgearbeitet werden, welcher monatliche Betrag für ein Darlehen, bestehend aus Tilgung und Zinsen, zur Verfügung steht und natürlich auch für die Zinsen des Darlehens.

Vergleichen von Angeboten

Wurde der monatlich entbehrliche Geldbetrag für das Darlehen sorgsam herausgearbeitet, können in einem nächsten Schritt verschiedene Angebote verglichen werden. Angebote können sowohl online, als auch bei den Banken direkt angefordert werden.

Dabei sollten die Konditionen miteinander verglichen werden und etwaige Vorteile der jeweiligen Anbieter gegenübergestellt werden. Bei dem Vergleichen von Angebote ist jedoch besondere Vorsicht geraten.

Es sollte nicht ausschließlich auf die geringen Monatsraten geschaut werden, sondern vielmehr auf den effektiven Jahreszins. Der effektive Jahreszins eignet sich besonders gut als Vergleichsmaßstab, weil in diesem fast alle Kosten auf die gesamte Darlehenslaufzeit umgelegt werden. Zu der Angabe des effektiven Jahreszinses sind die Kreditinstitute gesetzliche verpflichtet, sodass ein Vergleich anhand des effektiven Jahreszinses keine Probleme bereiten dürfte.

Vermeidung der Inanspruchnahme eines Kreditvermittlers

Natürlich kann auch ein Kreditvermittler als Hilfe hinzugezogen werden. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass an einen Kreditvermittler regelmäßig Zinsen für die Vermittlerprovision zu zahlen sind. Das bedeutet also eine zusätzliche finanzielle Belastung. Wenn dies nicht gewünscht ist, sollte die Inanspruchnahme eines Kreditvermittlers vermieden werden.

Keinen blanko Darlehensvertrag unterschreiben

Schließlich gilt es unbedingt zu vermeiden, einen blanko Darlehensvertrag zu unterschreiben. Ein solcher kennzeichnet sich dadurch, dass der Darlehensvertrag noch nicht vollständig ausgefüllt ist, so könnte beispielsweise die Höhe der Darlehenssumme, der Tilgungsrate oder der Prozentsatz der Zinsen noch fehlen. Die Unterschrift eines Darlehensvertrages ist verbindlich, sodass im Nachhinein nur schwer noch etwas an dem Inhalt des Darlehensvertrages geändert werden kann. Daher ist es ratsam, den Vertrag vor dem Unterschreiben noch einmal genau auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Möglichkeit eines Widerrufes

Ist der Darlehensvertrag wirksam abgeschlossen, gibt es innerhalb der ersten 14 Tage noch die Möglichkeit diesen zu widerrufen. Diese Widerrufsfrist beginnt, wenn der Darlehensvertrag wirksam abgeschlossen wurde, alle Vertragsinformationen übermittelt wurden und auch über das Widerrufsrecht belehrt wurde. Nach Ablauf dieser Frist ist der Vertrag allerdings bindend.

Mit einer guten Vorbereitung und der Beachtung der aufgeführten Tipps, steht einem erfolgreichen Abschluss eines Darlehensvertrags somit nichts mehr entgegen.

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