Wasserschaden – Ist mein Handy jetzt kaputt?

Foto: © tuaindeed/adobe.com

Es gibt viele Orte, an denen ein unglückliches Missgeschick dazu führen kann, dass das Smartphone unfreiwillig mit Flüssigkeit in Berührung kommt, ob in der Badewanne, dem Schwimmbad, in der Lieblingskneipe oder auch auf dem stillen Örtchen. Im ersten Moment ist die Panik dann natürlich groß. 

Viele der modernen Smartphones sind jedoch glücklicherweise wasserdicht, sodass sie durch derartige Vorkommnisse von größeren Schäden verschont bleiben. Allerdings gibt es auch noch Hoffnung, wenn das Gerät keine Wasserfestigkeit aufweist. 

Grundsätzlich ist eine Wasserschaden Reparatur somit möglich. Doch auch, wenn das Handy extrem stark durch den Wassereintritt beschädigt ist, sollte auf einige Sofortmaßnahmen nicht verzichtet werden, um noch ausreichend Zeit für die Rettung der wichtigsten Daten zu haben. 

Was zu tun ist, wenn das Smartphone mit Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist, zeigt der folgende Beitrag. 

Die Sofortmaßnahmen bei einem Wasserschaden

Schnelles Handeln ist das A und O, wenn die empfindliche Technik des Smartphones mit Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist. Auch die Flüssigkeit selbst spielt eine Rolle – ein kurzes Eintauchen in klares Süßwasser überleben die meisten Geräte oft, jedoch gestalten sich die Chancen bei einem Kontakt mit Salzwasser oder anderen Flüssigkeiten deutlich schlechter. 

Ausschalten und Energiequelle entfernen

Sobald das Smartphone mit Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist, muss dieses natürlich so schnell wie möglich wieder ins Trockene befördert werden. Nun geht es darum, einen drohenden Kurzschluss durch die eindringende Flüssigkeit zu verhindern. 

Das Gerät muss so umgehend ausgeschaltet werden. Falls möglich, ist ebenfalls der Akku zu entfernen. Das gleiche gilt für die SIM-Karte und sämtliche weitere Komponenten, die entfernbar sind, wie Schutzhülle, Speicherkarte oder Gehäusebestandteile. 

Äußere Feuchtigkeit entfernen

Im nächsten Schritt muss die Oberfläche des Smartphones getrocknet werden. Idealerweise wird dazu ein trockenes Geschirrtuch, Taschentuch oder Küchenpapier verwendet, welches nicht allzu stark fuselt. 

Damit der empfindlichen Technik kein weiterer Schaden zugefügt wird, ist die Flüssigkeit sehr behutsam durch sanftes Tupfen zu entfernen. Durch unkontrolliertes, wildes Herumwischen besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit noch tiefer in das Gerät eindringt. Mit einem Wattestäbchen lassen sich auch schwer zugängliche und kleine Ecken trocknen. 

Innere Entfeuchtung durch Reisbehandlung

Der wichtigste Schritt besteht nun darin, das Smartphone im Inneren von der Feuchtigkeit zu befreien. Ungekochter Reis verfügt über eine feuchtigkeitsentziehende Wirkung, die oft dafür genutzt wird. Zu verwenden ist idealerweise vakuumverpackter Reis, da dieser besonders viel Flüssigkeit aufnehmen kann. 

Der Reis wird mitsamt dem Smartphone in einen luftdichten und verschließbaren Behälter, wie zum Beispiel einen Plastikbeutel mit Zip-Verschluss, gefüllt. Das Gerät muss dabei vollständig von dem Reis bedeckt sein. 

Funktionen testen und Backup durchführen

In dem Reis sollte das Gerät mindestens für zwei bis drei Tage an einem warmen, jedoch nicht zu heißen, Ort bleiben. Wird das Handy nach dieser Wartezeit wieder eingeschaltet, kann es sein, dass das Smartphone wieder vollkommen funktionstüchtig ist – vorausgesetzt, die Flüssigkeit hat an der Technik keine irreparablen Schäden verursacht. 

Leider können sich einige Schäden auch erst im Laufe der Zeit bemerkbar machen, wie beispielsweise Korrosion oder Rostschäden. Um die Daten auf dem Gerät in jedem Fall zu retten, ist daher umgehend ein Backup auszuführen. So kann es – auch, wenn das Gerät in Zukunft plötzlich seinen Dienst quittiert – zu keinem vollständigen Datenverlust mehr kommen. 

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