Zeitarbeit: Vor- und Nachteile für Arbeitnehmer

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Generell gestaltet sich der Ruf der Zeitarbeit nicht unbedingt positiv. Viele Arbeitnehmer stellen sich zum Beispiel berechtigterweise die Frage, ob sie von einem Unternehmen als Zeitarbeiter überhaupt jemals fest übernommen werden.

Jedoch sind in der Vergangenheit neue gesetzliche Regelungen in Kraft getreten, welche die Bedingungen für die Arbeitnehmer in Zeitarbeit maßgeblich verbessern. Daneben kommt es für die Arbeitnehmer auch darauf an, bei welcher Zeitarbeitsfirma sie beschäftigt sind. Seriöse Unternehmen, wie die Zeitarbeitsfirma MED Kontor, sorgen nämlich stets dafür, dass ihre Mitarbeiter von den Vorteilen der Zeitarbeit in höchstem Maße profitieren.

Welche Vor- und Nachteile die Zeitarbeit für Arbeitnehmer grundsätzlich bedeutet, erklärt der folgende Beitrag.

Stärkung der Arbeitnehmerrechte durch gesetzliche Regelungen

Die Gesetzesänderung im AÜG, dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, ist im Oktober des Jahres 2018 in Kraft getreten. Seitdem dürfen Zeitarbeiter ohne Unterbrechung maximal für einen Zeitraum von 18 Monaten in demselben Unternehmen eingesetzt werden. Nach dieser Zeit besteht für das Unternehmen die Pflicht, den Arbeitnehmer zu übernehmen. Falls das Unternehmen seiner Pflicht nicht nachkommt, dürfen sie den Arbeitnehmer im Rahmen der Zeitarbeit nicht länger einsetzen.

Daneben regelt das neue Recht, dass die Zeitarbeitskräfte nach einer Zeit von neun Monaten in demselben Unternehmen ebenso viel verdienen müssen, wie die festangestellten Mitarbeiter. Falls in der jeweiligen Branche Tarifverträge vorliegen, bieten diese eine Orientierung.

So profitieren Arbeitnehmer von der Zeitarbeit

Besonders Menschen, für die es nicht einfach ist, einen neuen Job zu finden, stellt die Zeitarbeit eine überaus große Chance dar. Für Arbeitnehmer, die für einen längeren Zeitraum arbeitslos waren, Rückkehrer in den Beruf oder Arbeitskräfte, die nur eine mangelnde Qualifizierung vorweisen können, bietet die Zeitarbeit die attraktive Möglichkeit, endlich wieder bei Unternehmen einen Fuß in die Tür zu setzen.

Daneben profitieren auch diejenigen, die erst einmal Berufserfahrungen sammeln und dabei unterschiedliche Unternehmen kennenlernen möchten, von dem Konzept der Zeitarbeit in hohem Maße. Außerdem können Mitarbeiter, die sich im Rahmen der Zeitarbeit bewährt haben, sehr häufig mit einer Festanstellung bei dem jeweiligen Unternehmen rechnen. Schließlich wissen dann beide Parteien ganz genau, was sie an der jeweils anderen haben. Dies schafft auf beiden Seiten eine überaus wertvolle Sicherheit.

Gehen mit der Zeitarbeit auch Nachteile einher?

Natürlich gibt es in einigen Fällen auch Nachteile zu berücksichtigen, die mit der Zeitarbeit einhergehen können. Zum Beispiel verdienen die Arbeitnehmer, die über eine Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind, zumindest zu Beginn ihrer Tätigkeit weniger als die Arbeitnehmer, die fest in dem Unternehmen angestellt sind. Allerdings wird durch die aktuelle Gesetzgebung dafür gesorgt, dass das Lohnniveau nach einigen Monaten angepasst werden muss und dann gleichwertig ausfällt.

Daneben wird von Zeitarbeitern eine höhere Flexibilität als von anderen Arbeitnehmern verlangt. Schließlich herrscht immer eine gewisse Unsicherheit darüber, in welchem Unternehmen ihre Zeitarbeitsfirma sie als nächstes einsetzt. Jedoch ist es in vielen Fällen so, dass ein Zeitarbeiter über lange Zeiträume bei demselben Unternehmen beschäftigt ist.

Zeitarbeiter leiden häufig unter einer gewissen finanziellen Unsicherheit, die sich darauf zurückführen lässt, dass sie nicht sicher wissen, ob eine Anschlussbeschäftigung für sie gefunden wird. Allerdings darf das Zeitarbeitsunternehmen seinen Angestellten in einem solchen Fall keine sofortige Kündigung aussprechen.

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