2021: Das sollte beim Hauskauf beachtet werden

Foto: © Maksym Povozniuk/ adobe.com

Immobilien bleiben auch im Zuge der Corona-Pandemie ein sicherer Hafen für die Anleger. So sind die Bauzinsen auch im Jahr 2020 weiter gesunken. Es scheint jedoch, als könnten die aktuellen Immobilienpreise nur durch diese überhaupt noch von den Käufern aufgebracht werden. 

Somit kann im Bereich der Kreditsummen ein starker Anstieg verzeichnet werden. Die durchschnittliche Kredithöhe betrug Ende des Jahres 2020 rund 300.000 Euro – 36.000 Euro mehr als zu Beginn des Jahres. Wird davon ausgegangen, dass circa 20 Prozent der Baufinanzierungsumme von dem Kreditnehmer in Form von Eigenkapital vorhanden sein sollte, betragen die Kaufpreise für Immobilien durchschnittlich rund 375.000 Euro. 

Was Kaufinteressenten, die beispielsweise eine Immobilie in Pulheim erwerben möchten, in Zeiten dieser Entwicklungen bei dem Hauskauf beachten sollten, erklärt der folgende Beitrag. 

Hohe Anfangstilgung berücksichtigen 

Aufgrund der niedrigen Zinsen sind hohe Anfangstilgungen nötig. Viele Kreditinteressierte gehen davon aus, dass das niedrige Zinsniveau dafür genutzt werden könnte, möglichst geringe Monatsraten zu genieren. Allerdings verlängert sich dadurch die Rückzahlungszeit des Kredites immens. 

Daher ist es wesentlich empfehlenswerter, auf eine hohe Tilgung zu setzen. So kann der Schuldenabbau so schnell wie möglich bewältigt werden und die Gesamtfinanzierungskosten sinken. Durchschnittlich sollte die Anfangstilgung bei circa 2,83 Prozent liegen, mindestens jedoch bei zwei Prozent. Falls es das persönliche Budget zulässt, sind auch höhere Tilgungen zu empfehlen. 

Beleihungskauf so niedrig wie möglich halten

Durch den Beleihungsauslauf wird der Teil des möglichen maximalen Beleihungswertes, der finanziert wird, beschrieben. Wird eine Immobilie für 300.000 Euro erworben und der entsprechende Kredit beträgt lediglich 240.000 Euro, liegt eine sogenannte 80-Prozent-Finanzierung vor. Kreditnehmer können in diesem Fall von günstigeren Zinskonditionen profitieren als bei einer 100-Prozent-Finanzierung. 

In der Regel werden die Konditionen von vielen Banken in Fünf- oder Zehn-Prozentschritten angepasst. Daher kann sich ein umfangreicher Vergleich lohnen. Aktuell liegt der durchschnittliche Beleihungsauslauf bei circa 85 Prozent. 

Möglichst viel Eigenkapital nutzen 

Natürlich muss dann der fehlende Kreditanteil anderweitig aufgebracht werden. Idealerweise besteht dieser aus Eigenkapital. 

Bei dem Kauf einer Immobilie können durch einen möglichst hohen Eigenkapitalanteil viele Zinsen gespart werden. Daher ist es sinnvoll, die vorhandenen finanziellen Reserven optimal auszuschöpfen. 

Zukünftige Entwicklungen berücksichtigen 

Zu Beginn des Jahres 2021 sind die Zinsen im Bereich der Baufinanzierung erneut gesunken. Dies gilt sowohl bei den langfristigen 20-jährigen Zinsbindungen als auch den kurzfristigen fünfjährigen Varianten. 

Abhängig davon, wie die zukünftige Entwicklung der Zinsen eingeschätzt wird, können entweder langfristige oder flexible Lösungen angestrebt werden. Falls erwartet wird, dass die Zinsen weiterhin fallen, sind kurze Zinsbindungen zu präferieren, andernfalls stellen lange Zinsbindungen die richtige Wahl dar. Im Übrigen kann ein längerer Vertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung nach einer Zeit von zehn Jahren gekündigt werden, falls das Zinsniveau weiterhin gesunken ist. 

Zukünftige Zinssicherheit erwerben 

Die Prognosen der meisten Experten lauten, dass die Zinsen in Zukunft stagnieren oder noch weiter fallen werden. Diejenigen, die bereits einen laufenden Kredit besitzen und in einigen Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigen, können die gegenwärtigen Zinsen bereits heute für die Zukunft kaufen. Möglich ist dies durch ein sogenanntes Forwarddarlehen. 

Falls demnach das Gefühl besteht, dass bis zum Zinsbindungsende der Erstfinanzierung die Zinsen wieder steigen sollten, kann sich das Forwarddarlehen durchaus als lohnenswert erweisen. Aktuell gestalten sich die Zinsaufschläge für diese Darlehensart überaus niedrig. Einige Anbieter verzichten sogar vollständig auf derartige Aufschläge. 

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