Grabsteinpflege leicht gemacht – das gibt es zu beachten

Stein ist ein hartes und beständiges Material und daher für Grabsteine ideal geeignet. So trotzen Grabsteine aus Naturstein jahrelang Wind und Wetter. Einige Umwelteinflüsse sieht man den Steinen aber nach ein paar Jahren bereits an. Während einige Menschen dies als natürliche Konsequenz betrachten und damit leben, streben andere nach der perfekt gereinigten Oberfläche. Nachfolgend schauen wir uns an, was man für die Grabsteinpflege tun kann.

Grabstein kontrollieren

Auch wenn das Beratungsgespräch beim Steinmetz noch so gut läuft, kann man sich über den tatsächlichen Zustand des Grabsteines nur ein Bild vor Ort machen. Hierbei können aktuelle Verunreinigungen, Beschädigungen und Risiken, wie zum Beispiel die Umsturzgefahr, direkt geprüft werden. Das Ruckeln am Stein und das genaue Betrachten ist daher unerlässlich. Befinden sich dauerhaft feuchte Stellen am Stein? Gibt es Risse oder Abplatzungen? Senkt sich der Stein? Können nahestehende Bäume oder andere Grabbepflanzung eine Gefahr für den Grabstein werden? Wenn ja, dann besteht durchaus Handlungsbedarf.

Jedes Material leidet

Grabmale sind ganzjährig verschiedenen Wettersituationen ausgesetzt. Daher bedarf einer regelmäßigen Pflege, um den Grabstein zu schützen. Das verwendete Material spielt in dessen Empfindlichkeit eine deutliche Rolle. Granit und Basalt haben die Eigenschaft sehr hart und dicht zu sein, was sie witterungsbeständiger gegenüber Sand- und Kalkstein macht. Dennoch haben auch weichere Materialien eine Chance, wenn sie regelmäßig poliert werden. Dadurch weisen sie das Wasser besser ab. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ein Grabstein umso mehr leidet, desto unterschiedlicher die Witterungsbedingungen sind, denen er ausgesetzt ist.

Was tun für die Pflege

Grundsätzlich reichen erst mal ganz einfache Mittel. Experten empfehlen eine jährliche Reinigung des Steines mit Wurzelbürsten, Schwämmen und Wasser. Dadurch wird der Stein von Algen, Flechten und Dreck befreit. Bei Moos- und Algenbefall gibt es spezielle Reinigungsmittel, die man im Baumarkt oder direkt beim Steinmetz beziehen kann.

Diese sind meist chemisch, daher sollten sie nur angewendet werden, wenn man genau weiß, was man tut. Dafür reicht meist ein Blick in die Anwendungshinweise. Auch sind nicht alle chemischen Mittel auf Friedhöfen erlaubt. Dies kann aber oft direkt mit der Friedhofsverwaltung, oder dem Institut wie beispielsweise den Bestattungen Frankfurt, geklärt werden. Zu empfehlen ist die gewünschte Reinigung immer erst mal an einer kleinen Stelle zu testen, bevor sie auf dem ganzen Stein angewendet wird.

Feinde des Grabsteins

Der größte Feind des Grabsteins ist Wasser. Es transportiert die Salze direkt in den Stein. Kristallisieren diese Salze aus, dann gewinnen Sie an Volumen und drücken auf die Porenwände des Gesteins, was langfristig zur Zerstörung des Materials führt. Befinden sich einmal Risse im Gestein, kommt es zusätzlich noch zu einer sogenannten Frostsprengung, wenn das Wasser im Gestein zu frieren beginnt und sich ausdehnt.

Eine dauerhafte Wasserberieselung oder ein feuchter Boden würden dem Grabstein somit richtig schaden. Daher sollten porige Oberflächen regelmäßig mit Stein-Imprägniermitteln behandelt werden. Ein weiterer Faktor ist die Bepflanzung. Bei der Verwendung von Efeu können die Wurzeln beispielsweise in den Stein hineinwachsen und ihn beschädigen. Es sollte daher auch darauf geachtet werden, dass der Grabstein sich nicht der Nähe neu gepflanzter Sträucher oder Büsche befindet, die ein langfristiges Risiko für den Stein sein könnten.

Foto: © Von andrey@adobe.com

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