Haustier-Boom während Corona

Foto: © New Africa/adobe.com

Das Wesentliche für die Anschaffung eines Tieres in Zeiten von Corona sei zuerst gesagt: Wer sich in dieser Zeit ein Tier zulegt, der verpflichtet sich automatisch bis ans Lebensende des Tieres volle Verantwortung für dieses zu tragen. Und diese Zeit ist definitiv länger als ein Lockdown.

Während des Lockdowns sind zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen und auch der Kontakt zu Freunden und Bekannten wird drastisch reduziert. Es ist verständlich, dass viele Menschen nun denken, dass ein Haustier helfen kann diese einsamen und langweiligen Stunden zu überbrücken. Prinzipiell ist dies eine gute Entscheidung, wichtig ist es jedoch daran zu denken, dass die Fürsorge für das Tier nicht mit der Beendigung des Lockdowns endet.

So viel kosten unterschiedliche Haustiere im Laufe ihres langen Lebens

Wie teuer das jeweilige Haustier im Laufe seines Lebens werden kann, kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden. Geschätzt liegen die Kosten zwischen 500 und 30.000 Euro – Erkrankungen des Tieres können diese Kosten jedoch drastisch erhöhen. Wer schon vor der Anschaffung eines Haustiers knapp bei Kasse ist, der sollte eher über die Anschaffung von Kleintieren, wie zum Beispiel Wellensittichen oder Hamstern, nachdenken.

Wer sich jedoch für eine Katze interessiert, der sollte bitte bedenken, dass eine Katze, wenn sie in der Wohnung gehalten wird, nicht allein gehalten werden sollte. Wird eine Katze auf Dauer dennoch allein gehalten, so kann dies zu Verhaltensstörungen führen oder die Katze verlernt ihr Sozialverhalten. Somit ist es sowohl für den Besitzer als auch für die Katze stets besser, wenn sie entweder Freigang hat oder in der Wohnung mit einer anderen Katze zusammenleben kann. Dies erhöht jedoch die Kosten für die Haltung um das Doppelte.

Auch wer sich für einen Hund interessiert, der sollte sowohl die Kosten als auch die Haltungsbedingungen berücksichtigen. Unbedingt vorher bei der Stadt nachfragen, ob die Haltung der jeweiligen Rasse im Ort erlaubt ist und welche Bescheinigungen für die Haltung notwendig sind. Bei Kampfhunden oder besonderen Rassen fallen schnell höhere Kosten an. Hundehalter haben jedoch den großen Vorteil, dass sie in einer besseren psychischen Verfassung sind, dank der täglichen Spaziergänge fitter sind und beim Gassi gehen schneller mit anderen Personen in Kontakt kommen. Einen interessanten Bericht über Hunde und die Folgen der Pandemie finden Interessierte auch unter Haustierwelt – Informationen über Haustiere.

Kurzarbeit und Homeoffice erleichtern Tierhaltung extrem

Bedingt dadurch, dass derzeit viele Menschen im Homeoffice tätig sind, erscheint die Tierhaltung auch sehr einfach. Wenn sich die Lebensbedingungen irgendwann aber wieder ändern und die Tierhalter wieder gewohnt zur Arbeit gehen müssen – bleibt dann noch die Zeit und die Lust um sich ausreichend um das Tier zu kümmern? Passt das Tier dann noch zum eigentlichen Lebensrhythmus? Wenn es sich jetzt um ein Kleintier handelt, so kann diese Frage sicherlich schnell mit ja beantwortet werden. Auch bei einer bzw. bei zwei Katzen kann hier mit ja geantwortet werden. Kritisch wird es allerdings bei einem Hund oder bei einem Pferd.

Der Entscheid für oder gegen ein Tier sollte daher nicht von der Pandemie abhängig gemacht werden. Viel wichtiger beim Kauf eines Tieres ist es, die finanziellen und die persönlichen Komponenten in eine Waagschale zu legen und auszurechnen ob es wirklich möglich ist dem Tier eine liebevolle und artgerechte Haltung zu ermöglichen.

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