Medikamentenkauf: So können Sie sparen

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Es gibt immer mehr Medikamente, die von den Patienten selbst finanziert werden müssen. Besonders für diejenigen, die unter Mehrfacherkrankungen oder chronischen Krankheiten leiden, kann dies schnell sehr teuer werden. 

Jedoch stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung, durch die bei dem Medikamentenkauf gespart werden kann, beispielsweise der Kauf in einer preiswerten Versandapotheke oder in Form von Re-Importen und Generika. 

Worauf Patienten achten sollten, um bei dem Kauf von Arzneimitteln nicht unnötig viel Geld auszugeben, erklärt der folgende Beitrag. 

Zahl der zuzahlungspflichtigen Medikamente steigt 

Bereits seit dem Jahr 2004 werden die Patienten von den Krankenkassen verpflichtet, eine Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente zu leisten. Abhängig ist die jeweilige Höhe der Zuzahlung dabei von dem Preis des Medikamentes. Mindestens beträgt der Eigenanteil des Patienten fünf, höchstens jedoch zehn Euro. 

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Medikamente, für die eine Zuzahlung geleistet werden muss, stark angestiegen. Aktuell existieren lediglich noch circa 3.600 Arzneimittel, für die kein Aufpreis von dem Patienten gezahlt werden muss. 

Somit gestaltet sich die Auswahl an Medikamenten, die keine Zuzahlung durch den Patienten vorsehen, zwar äußerst beschränkt, dennoch kann es sich lohnen, nachzufragen, welche Arzneimittel ohne Zuzahlung erhältlich sind. Zum Beispiel lässt sich die aktuelle Liste mit Arzneimitteln ohne Zuzahlung bei dem GKV-Spitzenverband oder den Krankenkassen anfordern. 

Rabattverträge und Generika 

Falls die Krankenkasse mit bestimmten Arzneimittelherstellern Rabattverträge unterhält, besteht für die jeweilige Apotheke die Pflicht, dem Patienten exakt das vorgesehene Medikament des Herstellers auszuhändigen. Ausnahmen gelten nur, wenn die Verordnung des Arztes explizit anders lautet. Es kann sich für Patienten daher lohnen, auch ihren Arzt zu diesem Thema zu befragen. 

Generika stellen eine günstige Alternative für Patienten dar. Produziert werden dürfen diese Arzneimittel jedoch erst dann, wenn der Patentschutz des ursprünglichen Medikamentes abgelaufen ist. In den Produkten sind exakt die gleichen Wirkstoffe vorhanden, wie in den originalen Arzneien. Allerdings unterscheidet sich ihr Name, ihre Verpackung und vor allem ihr Preis. Da der Arzt bei der Medikamenten-Verordnung das letzte Wort hat, sollte dieser immer nach eventuell existierenden Generika befragt werden. 

Preisvergleiche und günstige Re-Importe 

Arzneimittel, die wieder nach Deutschland importiert wurden, nachdem ein ursprünglicher Export ins Ausland stattgefunden hat, bieten ebenfalls Sparpotential. Bei diesen Re-Importen handelt es sich häufig um verschreibungspflichtige Medikamente, wie Krebsarzneien, Cholesterinsenker oder Blutdrucksenker. Im Ausland werden diese Produkte preiswerter angeboten, weshalb sie auch in den deutschen Apotheken zu günstigeren Preisen erhältlich sind. Von der Bestellung von ausländischen Medikamenten aufgrund ihrer günstigen Preise sollte jedoch grundsätzlich abgesehen werden. 

Daneben sollte auch der einfache Preisvergleich zwischen den Angeboten verschiedener Apotheken nicht außer Acht gelassen werden, wenn es darum geht, bei dem Kauf von Medikamenten zu sparen. Oft gehen die Patienten davon aus, dass sich die Preise für rezeptfreie Arzneimittel in allen Apotheken gleich gestalten, allerdings ist dies nicht der Fall. Zum Teil können sogar sehr große Preisunterschiede auftreten. 

Sinnvoll ist es daher, dass sich die Patienten vor Ort in der Apotheke nach Sonderaktionen und besonders preiswerten Medikamenten erkundigen. In einigen Apotheken werden auch Kundenkarten oder Bonuspunkte angeboten, sodass im Bereich der rezeptfreien Medikamente attraktive Rabatte in Anspruch genommen werden können. 

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