Schmerzbedeutung in der Orthopädie

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Der Körper sendet das Signal, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist, in Form von Schmerzen. Diese liefern gleich durch ihre Entstehungsregion einen ersten Hinweis auf die möglichen Gründe. 

Jedoch gibt es auch viele Fälle, in denen der Körperbereich, in welchem die Schmerzen auftreten, mit der eigentlichen Entstehungsregion kaum etwas zu tun hat. Besonders orthopädische Probleme stellen häufig den Grund für vermeintlich organische Schmerzen dar. 

Tauchen die Schmerzen an einer weit entfernten Stelle von ihrem Entstehungsort auf, ist es natürlich schwierig, die wahre Ursache zu entdecken – nötig ist dann ein kompetenter Orthopäde, wie die orthopaedie-nepp.at

Schmerzursachen nicht immer einfach zu lokalisieren

Das Skelett des Menschen besteht aus unterschiedlichen Gliedern. Fällt ein Segment aus, führt dies zu einer Überlastung eines anderen. Oft entstehen so Gelenkschmerzen. 

Auch Fehlbewegungen, welche beispielsweise durch Arthrose, Unfälle oder Fehlstellungen auftreten können, führen an anderen Stellen zu fehlerhaften Belastungen. So entstehen Blockierungen, die wiederum für unzureichende Durchblutungen verantwortlich sein können. So lassen sich Beschwerden, wie Tinnitus, Hör- und Sehstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen durchaus auch auf orthopädische Ursachen zurückführen. 

Kardiologische Probleme bilden ebenfalls nicht immer den Auslöser, wenn einseitige Brustschmerzen auftreten. Viele Patienten, die glauben, eine Herzinfarkt-Symptomatik zu spüren, leiden so glücklicherweise lediglich unter einer Blockade in den Rippenwirbelgelenken. 

Im umgekehrten Fall ist es jedoch auch möglich, dass Schmerzen am Übergang zwischen der Lendenwirbel- und der Brustwirbelsäule durch Magengeschwüre verursacht werden. Schmerzen, die in die rechte Schulter ausstrahlen, können daneben durch Lebererkrankungen ausgelöst werden. 

Individuelles Schmerzempfinden

Das Empfinden von Schmerzen gestaltet sich bei Menschen überaus individuell, weshalb es sehr schwierig ist, vorliegende Schmerzen objektiv einzuschätzen. Die Schmerzwahrnehmung verschiedener Menschen kann sich hinsichtlich ihrer Intensität zum Teil sehr stark unterscheiden. So beschreiben einige Patienten einen Schmerz als leichtes Ziehen, andere können die Belastung dagegen kaum ertragen. Die große Bandbreite der individuellen Schmerzempfindlichkeit konnte ebenfalls bereits durch viele Studien wissenschaftlich belegt werden. 

So besteht jedoch bei Patienten, die relativ schmerzresistent sind, die Gefahr, dass vorliegende Probleme zu spät erkannt und daher erst nach langer Zeit behandelt werden. Besonders bei Rissen des Meniskus oder Knorpelschäden, die kaum Schmerzen auslösen, ist es daher essentiell, die sogenannten Sekundärsymptome in den Fokus zu rücken. Diese zeigen sich beispielsweise in Einklemmungen, Ergüssen oder eingeschränkten Bewegungsabläufen. Durch diese können sich dann wiederum weitere Folgeschäden ergeben. 

Veränderung der Schmerzempfindung durch das Schmerzgedächtnis

Der Körper verfügt über ein sogenanntes Schmerzgedächtnis, welches dafür sorgen kann, dass sich im Laufe des Lebens die Schmerzempfindung verändert. Auf der Rückenmarksebene bilden sich besonders bei vorliegenden chronischen Schmerzen neuronale Verknüpfungen aus, welche auch dann weiterhin vorhanden bleiben, wenn der Schmerzimpuls beseitigt, beziehungsweise die Schmerzursache behoben ist. 

Mit steigender Anzahl derartiger Verknüpfungen steigt auch die Reizempfindlichkeit bei zukünftigen Schmerzen. Daher ist es wichtig, eine Therapie stets frühzeitig zu beginnen, um die Schmerzspirale nicht weiter wachsen zu lassen. 

Orthopäden verfügen im Idealfall über eine langjährige schmerztherapeutische Expertise, durch welche sie vielfältige Behandlungsmöglichkeiten bieten können. Der Schmerz muss im ersten Schritt gestoppt und aus dem Schmerzgedächtnis gelöscht werden. Dies kann entweder mithilfe von naturheilkundlichen oder medikamentösen Methoden erzielt werden. Danach geht es darum, die Ursache zu identifizieren und diese nachhaltig zu beheben. Eingesetzt werden dabei moderne Diagnostik und die weitreichenden Möglichkeiten der operativen und konservativen Orthopädie. 

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