Trauma behandeln – 3 Schritte zum Erfolg

Mithilfe einer Therapie kann man Menschen helfen, die ein Trauma durchlebt haben. Sie sollen wieder in den Alltag zurückkehren und mit den Erinnerungen ein normales Leben führen können. Dafür sind meist nicht mehr als drei Schritte nötig, die zu langfristigem Erfolg führen sollen. Diese finden im Rahmen einer Traumatherapie statt, bauen meist aufeinander auf und ergänzen sich dabei.

Vieles interessante Informationen lassen sich auch auf der Seite der Heilpraktikerpraxis für Psychotherapie Anja Telljohann nachlesen.

Stabilisierungsphase

Zunächst wird bei vielen Traumatherapien eine Phase der Stabilisierung eingeleitet. In dieser sollen Betroffene wieder erlernen, Gefühle und innere Spannungen wieder zu regulieren. Das Erlebte soll in seiner Gesamtheit begriffen und Erinnerungslücken geschlossen werden. Dabei ist für viele Menschen auch ein simulierter Rückzugsort hilfreich. Dieser sorgt für das Zurückerlangen einer gewissen Sicherheit.

Die Techniken, die dahinführen können, sind unterschiedlich. So kann der Therapeut zum Beispiel versuchen, den Patienten mit einem vorgestellten Tresor auszustatten. In diesen können Bilder und Erinnerungen eingeschlossen werden. Auf diese Art kann man selbst entscheiden, was genau man wann hervorrufen möchte. Ein anderer verbreiteter Ansatz ist der Versuch, vergangene Bilder und Erinnerungen in Schwarzweiß wahrzunehmen. Schwarzweißbilder werden mit der Vergangenheit assoziiert und sollen sie so von der Gegenwart abgrenzen. Alternativ können auch Yoga oder Qigong als Entspannungstechniken angewandt werden.

Konfrontationsphase

Auf die Stabilisierung folgt die Konfrontation. Da viele Betroffene bereits mit der Stabilisierung sehr gute Erfolge erzielen, wird sie nicht so oft eingeleitet. Dieser, auch als Traumaexposition bekannte, Therapieansatz soll langfristig Symptome lindern. Dadurch werden Betroffene noch einmal mit dem Trauma konfrontiert. Bilder und Eindrücke der traumatischen Erfahrung werden in Erinnerung gerufen. Dabei kommt die Sicherheit der Therapieräume und der Anwesenheit des Therapeuten unterstützend zu tragen.

Die Traumaexposition verfolgt das Ziel, dass die unsortierten Eindrücke, Gefühle, Bilder und Erinnerungen verbunden werden können. Das Gehirn speichert sie daraufhin als eine Art “alten Film” im Langzeitgedächtnis und assoziiert sie als zusammengehörige Information mit der Vergangenheit.

Integrationsphase

Zuletzt gibt es abschließend die Phase der Integration. Dort soll das Erlebte vollends in die persönliche Lebensgeschichte eingeordnet werden. So sollen Antworten auf offene Fragen gefunden werden. Dazu gehört beispielsweise, wie man angemessen trauert oder von welchen Wünschen man sich mitunter verabschieden sollte. So kann man zum Beispiel gewisse körperliche Fähigkeiten eingebüßt haben, etwa nach einem Unfall. Es könnte auch sein, dass etwaige Täter nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Bei der Überprüfung der aktuellen Lebenssituation soll also geklärt werden, was sich verändern soll und was nicht. Das Schwierige bei der Integrationsphase ist dabei, dass Betroffene sich mit ihrer eigenen Vergangenheit aussöhnen und sie als Teils ihres Lebens akzeptieren sollen. Dies fällt nicht vielen Menschen leicht.

EMDR Traumatherapie

Anwendung finden die drei Phasen meist bei der EMDR Traumatherapie. Diese basiert darauf, dass Erinnerungen zunächst in einer sicheren Umgebung hervorgeholt werden. Durch die Wiederholung dieser Situation bei mehreren Sitzungen lernt das Gehirn, sich daran zu gewöhnen. Daraufhin wird eine Traumsituation simuliert. Diese soll die verschiedenen Gedächtnisprozesse anregen, die beim Verarbeiten von Erinnerungen in Gang gesetzt werden. Letztendlich wird der Patient in eine entspannte und neutrale Stimmung versetzt, die die Verarbeitung erleichtern soll.

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